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| Werner Stuck ist Verkaufsleiter Europa bei NavPoint, einem der wichtigsten
Internet-Shops für Navigationszubehör und vor allem Systeme für PDAs. Dazu ist er einer der Wegbegleiter
der Navigationslösungen in Deutschland. Grund genug, sich einmal ausführlich mit ihm zu unterhalten: Wie haben Sie den Bezug zu Satellitennavigation bekommen? Ich habe viele Jahre im Außendienst gearbeitet, und mich dabei über die dauernde Adreßsucherei geärgert. Zu dieser Zeit gab es als Alternative zum Festeinbau nur die GPS-Handgeräte, z.B. den Garmin GPS 48. Dieser konnt dann z.B. mit der Software von MapandGuide "TravelBook" betrieben werden. Dumm war dabei, daß die Bordstromversorgung des Fahrzeugs entweder auf das angeschlossene Notebook oder den Garmin ging. Ausserdem war bei über 160 km/h keine Navigation mehr möglich, da der GPS 48 begrenzt war. Mit der Firma Softline AG zusammen haben ich dann 1997 unter dem Namen "TravelSoft" mit einem Ingenieurbüro die von Garmin vertriebenen GPS 35 HVS (mit 12Volt-Anschluß) umbauen lassen als 5V Version (PS/2&RS232), die durch die 5Volt-Spannungsversorgung mit der Systemspannung eines PS/2-Ports betreibbar waren. Damals haben wir auf der CeBit 1997 zusammen mit Ralf Lempert von der Softline AG den Begriff "GPS-Maus" dafür erfunden, der heutzutage überall verwendet wird. Hätten wir ihn damals nur schützen lassen... ;-))) Von dieser Zeit an ging es immer weiter vorran bishin zu TV Sendungen. Wie ging es dann weiter? Nachdem Garmin dann die Preise immer weiter erhöhte und dazu noch der ungünstige Dollarkurs sein übriges dazu tat, haben wir uns in Taiwan nach Alternativen umgeschaut und die Maus selber bauen lassen. Nach einer nicht so erfolgreichen Kooperation mit Holux haben wir jetzt einen zuverlässigen Partner gefunden. Im Jahr 2000 haben wir die weltweit erste USB-Maus entwickelt und vertrieben, unter anderem auch die erste Maus, die mit einem Macintosh und Linux betreibbar war. Vor zweieinhalb Jahren haben wir uns dann mit mehreren GPS-Internet-Händlern zu Navpoint GbR zusammengeschlossen. Übrigens hatte ich den ersten Internet-Shop für GPS und Zubehör in Deutschland unter http://www.gpsempfaenger.de oder http://www.gpsmaus.de. Heute zählen wir bereits ca. 8000 GPS-User und viele renommierte Hard- und Softwarehersteller zu unserem Kundenkreis. Wie kommt es, daß heute die Satellitenortung deutlich genauer ist als früher? Liegt dies nur an den Empfängern? Natürlich sind die Empfänger mit der Zeit besser geworden, primär liegt dies aber daran, daß die USA die bis vor 2 Jahren verwendete künstliche Verzerrung (SA) von bis zu 100 Metern abgeschaltet haben. Früher war nur für das gesamte System eine Änderung möglich, was unter anderem bedeutete, daß während des Golfkriegs das System komplett heruntergefahren wurde und auch zwischendurch extrem ungenau war. Jetzt kann diese Verzerrung für einzelne Gebiete separat geregelt werden, und im Normalfall kann man in Europa mit einer Genauigkeit von ca. 4 Metern rechnen. Das bedeutet natürlich auch, daß das damals verwendete DGPS-System, wo per Langwelle Korrektursignale gesendet und von einem an den normalen Empfänger anschließbaren DGPS-Empfänger in die Positionsbestimmung aufgenommen werden konnten, obsolet geworden sind. Was bringen die nächsten Jahre? Meiner Meinung nach wird der bisher ziemlich stiefmütterlich behandelte Bereich der Telematik, mit dem ich mich übrigens als Geschäftsführer unter dem Namen "Telescope GmbH" beschäftigt hatte, deutlich an Wichtigkeit gewinnen. Stellen Sie sich vor, ein Auto ist durch einen kleinen GPS-Empfänger, meinethalben durch Solarzellen mit Strom versorgt, und eine kleine GSM-Einheit immer in der Lage, seine Position zu melden. Dasselbe gilt natürlich auch für Personen, Tiere, Container, Auflieger etc. Zum anderen steht natürlich mit dem europäischen Projekt 2008 Galileo ein Meilenstein ins Haus. Durch die Verwendung verschiedener Signalarten ist dann z.B. eine Ortung im Haus möglich, man überlegt auch, per UMTS weitere Informationen zu übermitteln. Stellen Sie sich vor: Sie geben Ihrem Kind eine Uhr mit, die einen GPS-Empfänger enthält und eben eine GSM-Einheit, und sie können immer sehen, wo es ist ... Mich und viele tausenden Eltern würde es unglaublich beruhigen. Im Zuge der Weiterentwicklung werden noch viele interessante Applikationen und Anwendungen mit GPS bzw. Galileo entstehen. |
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