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Will man einen Pocket PC für das schreiben längerer Texte oder Mails verwenden, dann kommt man schnell
in die Situation, dass dies per Stift mühselig und anstrengend ist. Viele Anwender gehen daher dazu über,
für solche Situationen eine Tastatur zu haben. Seit dem Bluetooth immer weiter in PDAs Verbreitung findet,
kann mit Lösungen wie der Stowaway Bluetooth-Tastatur auch komfortabel und PDA-unabhängig
gearbeitet werden.

Ein wenig störend in diesem Setup gestaltet sich die Bedienung des PDAs in den Systemfunktionen. Auch wenn
viele Funktionen durch Tastenkürzel erreichbar sind, so drängt sich doch immer wieder der Vergleich zum
Notebook auf, und dort ist man die Maus gewöhnt.
Thinkoutside hat jetzt mit der Bluetooth Travel Mouse die erste Bluetooth-Maus auf den Markt gebracht, die nicht
nur an Notebooks, sondern auch an einem Pocket PC läuft. Die kleine optische Maus, die mit 2 AAA-Batterien
betrieben wird, wird nach der Installation der Treibersoftware innerhalb weniger Klicks mit dem PDA gekoppelt:
Die Software sucht die Maus, zeigt dann ein kleines Viereck auf dem Display an, in das der dann auftauchende Mauszeiger
bewegt werden und die Kopplung mit einem Klick der linken Taste bestätigt werden muss. Linke und rechte Maustaste
sind wie beim PC belegt (Klicken/Kontextmenü bzw. beim Pocket PC Antippen/Antippen und Halten). Das in er
Mitte eingebaute Scrollrad kann zum einen zum Rollen durch Dokumente und Menüs verwendet werden, die Funktion,
die beim Drücken des Rades als dritte Taste ausgeführt wird, kann ausgewählt werden.

In der Praxis sind die Erfahrungen gemischt: Die Maus liegt trotz ihrer geringen Größe gut in der
Hand, und durch die Konfigurationsmöglichkeiten im Treiber ist man schnell in der Lage, den Pocket PC effektiv
zu bedienen.
Einer der wichtigsten Punkte ist die Möglichkeit des parallelen Betriebs von BT-Maus und Tastatur, und auf
normalen PDAs funktioniert dies klaglos. Allerdings merkt man schnell, dass dies eine Anwendung ist, die den PDA
von seinen Ressourcen her nicht wenig belastet: Ein iPAQ 6340 beispielsweise kommt mit seinem langsamen Samsung-Prozessor
schon ins schwimmen, was sich durch Trägheit in der Umsetzung der Mausbewegungen auf den Bildschirm ausdrückt.
Ab 400MHz ist dies vergessen und das System reagiert normal schnell.

Leider ist zumindest der beiliegende Treiber noch von einigen Kinderkrankheiten geplagt: Den Loox 720 meiner
Frau brachte er beim Neustart nach der Installation mal eben so zum Hängen, dass nichts anderes als ein Hardreset
ihn wieder zum Leben erweckte, dann aber waren Installation und Betrieb problemlos möglich. Ein Backup des
Systems ist also empfehlenswert (bei vier anderen PDAs klappte die Installation aber vollkommen problemlos!).
Viel ärgerlicher aber ist die Tatsache, dass man sich scheinbar keine richtigen Gedanken über VGA-PDAs
gemacht hat: Bei der Installation auf dem iPAQ hx4700 fiel schon auf, dass das Anklicken des roten Vierecks zur
Kalibrierung nicht möglich war und auch Klicks auf Elemente des Systems nie da ankamen, wo sie sollten. Nachdem
die Installation und der Betrieb auf einem 6340 und rx3700 einwandfrei funktionierte, setzte der Denkprozess ein...
und landete schnell bei der Ursache: Der Treiber erkennt scheinbar die Auflösung von 640*480 und die Umsertung
um System mit den Koordinaten nicht richtig. Schaltet man den 4700 über SE_VGA in den "echten" hochauflösenden
Modus, dann funktioniert es prima. Dies ist eben auch beim LOOX 720 der Fall, sodass der Zusammenhang mit dem VGA-Display
eindeutig ist. Schade eigentlich, aber zumindest ein Mangel, der durch ein Treiberupdate behebbar ist.
Kommen wir zu den positiven Dingen: Im Setup iPAQ hx4700, Stoaway Bluetooth-Tastatur und Bluetooth Travel-Mouse
ist ein Traum. Das ganze ist so klein, das man es leicht mitnehmen kann, auf der anderen Seite so leistungsfähig,
dass man schnell vergisst, dass man nicht an einem Notebook sitzt, sondern an einem Pocket PC. .
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