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Lange war es relativ still um Destinator. Die lange angekündigten Europakarten beinhalteten zwar die Version
1.7.2 der Software (die mittlerweile auch zum freien Download bereitsteht), die aber keine bahnbrechenden Veränderungen beinhaltete.
Nun ist die Version 2.0 auf dem Markt, und wer Destinator
schon abgeschrieben hatte, der sollte sich fix umorientieren: Einiges an grundsätzlichen Funktionen ist hinzugekommen
bzw. wurde erweitert, der Spung auf eine neue Generationsnummer ist also mehr als angemessen.
Zu allererst fällt auf, daß die Segmentierung der Deutschland-Karte verändert wurde und nun
statt 13 Segmenten (1.5.x) bzw. 15 Segmenten (1.7.2) nur noch 8 Segmente verwendet wird. Grob gesprochen wurden
die mit Buchstaben versehenen Segmente (z.B. G2A und G2B) zu einem Segment zusammengefasst. Der Vorteil liegt auf
der Hand: In jedem Segment sind mehr Detaildaten vorhanden. Ganz Deutschland würde auf 371 MB Platz finden,
aber da in jedem Einzelsegment die Major Roads of Germany (also die Bundesstraßen und Autobahnen) enthalten
sind, reicht auch das Segment des Start- und des Zielortes. Konsequenz aber auch: Die von vielen erhoffte "Komplettkarte"
von Deutschland ist nicht umgesetzt worden, was vor allem an der Lizenzpolitik von Navtech und nicht an Destinator
selbst liegt.

Die erste offensichtliche Neuerung der PDA-Software ist sicherlich die Vergrößerung der einzelnen
Flächen des Menüs. Dies war von vielen Benutzern gewünscht, da die Bedienung der Software doch immer
noch meist mit den Fingern erfolgt.
Neben den vielfältigen Zieleingabemöglichkeiten (PLZ, Ort, Straße, Hausnummer, Point of Interest
(POI) in den verschiedensten Kombinationen hat auch die Anbindung an die Outlook-Kontakte Einzug gehalten. Adressen
von Kontakten müssen so nicht mehr manuell eingegeben werden, sondern können direkt aus den Kontaktdaten
übernommen werden. Einziger Wermuthstropfen: Da in Outlook die Hausnummer nicht in einem separaten abgelegt
ist, ist diese nicht verwendbar, und nachträglich kann sie auch nicht eingetragen werden. Gibt man die Adresse
manuell ein, dann ist dies natürlich immer möglich.

Während der nach der Zieleingabe meist folgenden Navigation fallen neben den größeren Schaltflächen
vor allem der neue Positionsanzeiger und die im Vergleich zur Version 1.x deutlich gößere Anweisung
für das nächste Abbiegen auf. Die Anweisungen kommen zügig und rechtzeitig, auf das automatische
Maximieren der Systemlautstärke hat man im Gegensatz zur Vorgängerversion allerdings (leider) verzichtet.
Die Route wird zum einen in der Kartenform, zum anderen auf Wunsch auch in der tabellarischen Form angezeigt.
Schön ist dabei, daß man sich jeden einzelnen Schritt aus dieser Tabelle in der Karte anzeigen lassen
kann, wer seine Route und die Bedingungen, zu denen er abbiegen muß, vorher kennen will, der hat so die Möglichkeit
dazu.

Eine weitere Funktion, die auch ich selbst am Anfang eher belächelt habe, ist in der Praxisanwendung absolut
angenehm: Die 3d-Darstellung der Route. Soll heißen: die zu fahrende Strecke wird wie aus Sicht eines Helikopters,
der über dem Fahrzeug schwebt, angezeigt, also quasi dreidimensional. Was auf den ersten Blick wie Spielerei
aussieht, ist in der Navigation meiner Erfahrung nach unheimlich angenehm, denn diese Sicht ist deutlich intuitiver
aus Sicht eines Fahrers als die zweidimensionale Draufsicht. Und der Wechsel zwischen den Ansichten läuft
ganz einfach durch einen Button unten rechts im Display.

Am Ziel angekommen, meldet sich eine freundliche Frauenstimme: "Willkommen am Reiseziel!". Auch schön...
Totgesagte leben länger... und mit der Version 2.0 ist Destinator in jedem Fall eine Software gelungen,
die einen Schritt weiter in Richtung des optimalen Navigationssystems geht. Natürlich nicht ohne Mängel,
aber das kann kaum ein Programm von sich behaupten.
Übrigens wird ab der neuen Version auch die Royaltek Sapphire RGM-2000 als neue Maus verwendet:
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