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Wenn man von Herstellern mit einem fundierten Ruf im Computer-Business spricht,
dann kommt im kurzlebigen Markt der elektronischen Geräte ein Name seit Jahren immer wieder hervor: Toshiba.
Und der Einstieg des Traditionsherstellers auf den Markt der Pocket PCs mit dem Toshiba e570 war mit Spannung erwartet und von
vielen sehr positiv angenommen. Mit dem dem Toshiba e330 hat man nun ein Gerät auf den Markt gebracht, das
sich im Bereich der XScale-Geräte positioniert, durch seine extrem flache Bauform dort aber eine Sonderstellung
einnimmt.

1.) Lieferumfang
Im Paket finden sich neben dem e330 selbst eine USB-Dockingstation,
der Stylus, ein Handbuch samt der ActiveSync/Outlook-CD, eine Tasche, die im vorderen Bereich einen festen Displayschutz
hat, und das Netzteil. Wie beim e570 passt das Netzteil von den Spannungsdaten und dem Stecker ebenso auf die iPAQs
(und natürlich umgekehrt). Und vor allem passt der Stecker direkt vom Netzteil in den PDA, nicht über
den Umweg eines Adapters, wie der XDA/MDA bzw. den neuen iPAQs üblich.
2.) Das Display
Das Display des Toshiba ist mit 57*76mm etwas kleiner als das der Konkurrenz, kann aber in jedem Fall mit den "normalen"
Displays der Mitbewerber mithalten. Einzig die iPAQs der 39xx- und 54xx-Reihe können hier eine bessere Qualität
vorweisen, aber einige ander Geräte eine deutlich schlechtere.

Die Hintergrundbeleuchtung kann getrennt für den Batterie- und den Netzbetrieb
in vier unterschiedlichen Stufen geregelt werden, hier lässt sich der persönlich optimale Kompromiss
aus Stromsparen und guter Sichtbarkeit leicht finden.
3.) Erweiterbarkeit
Auf Grund der geringen Höhe des e330 (nicht umsonst ist er der flachste momentan erhältliche Pocket PC)
bietet er "nur" einen kombinierten Multimedia-Card (MMC)- und Secure Digital (SD)-Slot. Da dieser sich
aber mehr und mehr durchsetzt, ist dies keine echte Einschränkung. Und noch viel wichtiger: Der SD-Slot ist
ein "vollwertiger" (SDI/O) Slot, soll heissen: Man kann in ihm neben Speicherkarten auch beliebige Applikationskarten
verwendet werden, so z.B. Wireless LAN, Bluetooth, Kameras, Karten also, die die klassische CF-Karte ersetzen und
somit aus dem kleinen Silberling ein Gerät mit fast unbegrenzten Möglichkeiten machen.

Ganz abgesehen davon hat die Zubehörindustrie mittlerweile natürlich
auch Toshiba entdeckt und bietet die verschiedensten Kabel und Adapter, GPS-Mäuse und Tastaturen an. Dabei
hilft sicherlich die Tatsache, daß die großen Brüder der e740-Reihe die selben Anschlüsse
haben.
4.) PC Connectivity und Stromversorgung
Der e330 wird mit einer USB-Dockingstation geliefert, die gleichzeitig als Ladestation dient. Der Anschluß
ist problemlos, je nach ggf. bereits installierter ActiveSync-Version muß ggf. von der beiliegenden CD noch
der Treiber für die USB-Cradle installiert werden. Danach funktioniert die Synchronisation ohne Fehl und Tadel.
Ebenfalls auf der CD befindet sich Outlook 2000 samt Seriennummer.
Ausgezeichnet ist die Akkuausnutzung: Obwohl er nur einen im Vergleich zu HP "mageren" 1.000 mAh Lithium-Ionen-Akku
integriert hat, schafft der Toshiba e330 eine deutlich längere Laufzeit pro Akkuladung, und hält so locker
einen Bürotag mit regelmäßiger Benutzung durch.

5.) Connectivity nach außen
Integriert hat der e330 einen Infrarotschnittstelle, über die die Verbindung zu einem Drucker, einem Mobiltelefon
oder einem anderen PDA aufgebaut werden kann. Diese ist am oberen Ende des e330 platziert, in Mobiltelefon kann
also vor dem PDA liegend betrieben werden. Durch den verwendeten SD I/O-Slot können auch Bluetooth- und WLAN-Karten
im SD-Format betrieben werden, alle momentan aktuellen Kommunikationsträger sind also zumindest optional verwendbar.

6.) Multimedia
Im Lieferumfang hat Toshiba nur den MS Media Player. Wie die anderen Pocket PCs kann der e330 als mobiler MP3-Player
verwendet werden, dazu ist am oberen Ende des PDAs ein Stereo-Kopfhöreranschluss, an dem beliebige Standard-Kopfhörer
betrieben werden können. Durch den SD-Slot ist genug Speicherkapazität verfügbar zu machen, daß
man auch eine längere Reise ohne Probleme überstehen kann. Eine Bass- und Höhen-Anhebung ist standardmäßig
nicht vorgesehen.
Durch das scharfe und kontrastreiche Display eignet sich der e330 natürlich auch für Spiele, und legt
man ihn neben einen Gameboy, (Puristen mögen mir diesen Vergleich verzeihen), dann kann man eine gewisse Ähnlichkeit
erkennen, mit dem kleinen Unterschied: Der e330 wäre in dem Fall der "Gameboy Platin"... ;-)) Auf
Grund seiner geringen Größe allerdings eignet sich der e330 durchaus zur "Entertainment-Maschine"
unterwegs. Vorbei die Zeiten, in denen man bei langen Zugfahrten einen MP3-Player separat mitnehmen mußte.
7.) Lieferumfang und Ausstattung
Geizig! Ich sage nur geizig...8)) Im Lieferumfang: Der PDA, eine USB-Dockingstation, das Netzteil, eine Ledertasche
(schnörkelloser Schieber mit verstärktem Display) ohne alles, Kurzhandbuch, CD mit ActiveSync 3.5/MS
Outlook 2000.
Weder ein Ersatzstift, noch über die Standard-MS-Programme hinausgehende Software (also nur MS Reader, MS
MediaPlayer für PC und PDA, Transcriber). Einziges Toshiba-spezifisches Programm ist ein Menü, das die
verschiedenen Symbole anders anordnet. Das allerdings ist schön, zumal es automatisch im Reiter "Aktiv"
einen Taskmanager hat, ein Feature, das man im Betriebssystem leider immer noch vergeblich sucht. Wie beim iPAQ
liegt das "Home"-Menü auf einer der Hardwaretasten und ist simot immer verfügbar.

Fraglich ist, ob man der beiliegenden Software ein hohes Gewicht beimessen muß,
denn die meisten Tools kann man sich sowieso kostenlos im Internet herunterladen.
Der Toshiba e330 ist im Gegensatz zu den anderen XScale-Geräten mit einem
300MHz-PRozessor (sonst:400MHz) ausgestattet. Allerdings zeigt sich das weder im normalen Betrieb der PDA-Funktionen,
noch beim Spielen, also der grafik- und damit rechenintensiven Anwendung.
Fazit:
Über Design läßt sich trefflich streiten, mir persönlich gefällt der e330 einfach. Duech
seine schlanke, flache Form und den Metall-Look ist er zugleich edel als auch funktional, passt perfekt in die
Hosentasche, wenn man mal eben schnell zu einem Termin muss, und ist durch seine Erweiterbarkeit beliebig skalierbar.
Die technischen Daten auf einen Blick

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