|
|
||||
|
Es ist Jahresende, und als wollten die Hersteller schnell nochmal nachlegen, kommen Schlag auf Schlag neue Versionen
auf den Markt. Das erste sichtbare Facelifting bekam die PC-Applikation MapExport verpasst. Schon beim Start kann man auswählen, ob man vorgefertigte (also auf den CDs bereits mitgelieferte) Kartenausschnitte bzw. bereits definierte, verwenden möchte, ob man eine neue Karte aus einer zu definierenden Kachel oder einer Strecke erstellen möchte (die dann beim nächsten Start unter Punkt 1 wieder zur Verfügung steht).
Ebenfalls sind das Verzeichnis, in dem das Kartenmaterial liegt und das, wo die fertigen Karten abgelegt werden,
frei definierbar.
Die Karte ist frei skalierbar und bewegbar, sodass man sich den entsprechenden Kartenausschnitt gut herausssuchen und durch Ziehen eines Rahmens wählen kann. Wer sich bei den alten Versionen darüber geärgert hat, dass er bei grösseren Kartenabschnitten Vor der Erstellung nur ">25MB" angezeigt bekam, der wird sich freuen, dass nun eine Vorberechnung des Speicherbedarfs möglich ist. Diese geht recht schnell und gibt einen hochgerechneten Speicherbedarf für den gewählten Ausschnitt an, somit kann man so feintunen, dass die zur Verfügung stehende Speicherkarte in jedem Fall reicht (bei allen im Test erstellten Karten waren die Schätzungen übrigens immer konservativ, d.h. leicht zu hoch).
Alternativ kann man sich die Route auch als Korridor von Start und Ziel mit beliebigen Zwischenpunkten berechnen lassen, dazu hilft es, sich Orte zu suchen und ggf. in der Karte anzeigen zu lassen:
Hat man die Karte dann auf den PDA übertragen, dann begrüßt den Benutzer das soweit gewohnte Bild, wer die Service Releases der Mobile Navigator-Version 2002 nicht eingespielt hat, der wird bemerken, daß das Layout dem des Mobile Navigator Business angepasst wurde. U.a. mit einer HTML-basierten Hilfe, erweiterten Einstellungen (wie der neuen Format-Funktion, durch die km/Meilen bzw. 12/24-Stunden Darstellung umgestellt werden können). Der MN ist deutlich Europäischer geworden, nicht nur durch die Karten...
1.) Die Maus Selbstredend ist die Aufnahme der TMC-Meldungen in die Routenplanung nicht mit der Standardhardware möglich. Allerdings braucht man in diesem Fall keine Zusatzhardware, sondern Navigon hat es verstanden, den TMC-Empfänger in die Leadtek-Maus zu integrieren. Links neben dem Anschluß des Daten-/Stromkabels befindet sich ein Chinch-Stecker, in den eine Kabelantenne eingesteckt wird. Hat man Radioempfang eines Sender mit TMC (und das schließt sehr viele Sender ein!), dann kann man auch die TMC-Signale empfangen.
Wer sich schon mal mit seinem Mobile Navigator in der Einstellung des GPS-Ports auf die Suche nach dem richtigen gemacht hat, der weiß, wie verwirrend das sein kann. Bisher fanden sich dort nur die Nummern der COM-Ports. Der Business MobileNavigator European Edition zeigt stattdessen die Bezeichnungen der einzelnen COM-Ports an, so kann man beispielsweise schnell die Bluetooth-Ports identifizieren.
2.) Die Oberfläche
Gibt die Zahl neben "GPS" die Zahl der empfangenen Satelliten an, so hat das "TMC"-Symbol
mehrere Funktionen. Grüne Färbung bedeutet Empfang des TMC-Signals, die Zahl daneben die Anzahl der vorliegenden
Meldungen. Ist das Symbol rot, dann bedeutet dies, daß der TMC-Empfänger auf der Suche nach einem neuen
Sender ist. Dies geht in der Regel sehr schnell.
Die in der auf dem PDA verfügbaren Karte vorliegenden Störungen kann man sich auch ohne Routenplanung einzeigen lassen, sie werden durch Symbole und einen dicken, roten Strich dargestellt. Ein Pfeil gibt die Fahrtrichtung an, die von der Störung betroffen ist.
Eine genauere Aussage über die Art der Störung wird durch die Farbe des Strichs erreicht (leichtes Rot entspricht zähfließendem Verkehr, grellrot einem Stau), zudem geben die Symbole an, ob z.B. eine Baustelle, eine Fahrbahnverengung oder eine Sperrung für die Störung verantwortlich sind. 4.) Die Routenplanung So findet sich in der Zieleingabe der Navigation die Option "Kontakte", die den direkten Zugang zu den Kontakten, die im PDA gespeichert sind, bietet. Sind zu einem Eintrag mehrere Adressen gespeichert, dann werden die Adressen einzeln untereinander angegeben. Die Navigation in den Adressen ist anhand der Soft-Tastatur und den Anfangsbuchstaben möglich.
Ein so gewähltes Ziel wird dann nach den einzelnen Felder separiert als Ziel eingetragen (d.h. Ort und
PLZ in die Ortsangabe, Straße bei Straße und Hausnummer bei Hausnummer). Sind Unklarheiten, dann bietet
das System Alternativen an, aus denen man die Adresse dann korrigieren kann.
Neu hinzugekommen ist die Umkreissuche, in der ausgehend von der aktuellen, durch das GPS bestimmten Position
die Auswahl von Sonderzielen möglich ist. Klasse, wenn man gerade dringend tanken muß, ein Parkhaus
sucht oder einfach Hunger hat und ein Restaurant sucht.
Kommt eine neue Störung hinzu, die in der bereits geplanten Route liegt, dann wird automatisch ein Umweg geplant.
Aus dem normalen BMN übernommen: Die "Sperrung" ist eine von vielen Anwendern immer wieder gewünschte Funktion. Was nützt das schönste TMC, wenn man mitten in der Stadt eine Baustelle hat, die natürlich nicht zu den übermittelten Verkehrsstörungen gehört? Bei den Festeinbausystemen gibt es seit jeher die Möglichkeit, einen bestimmen Bereich der vor dem Fahrzeug liegenden Route zu umfahren, also einen Teil der Strecke zu sperren.
Diese Funktion lernt man ebenfalls schätzen, wenn man auf einen noch nicht gemeldeten Stau zufährt, das dynamische Routing also nicht greift. Die Route wird dann um den gesperrten Bereich herum geplant. Ebenfalls neu: Das Fahrtenbuch. Im Menü kann man einstellen, ob es nur ab einem bestimmten Ort gestartet werden soll (also z.B. "Immer, wenn ich in der Firma losfahre") oder für jede Route geführt werden soll. In einer in Pocket Excel lesbaren Tabelle werden dann die relevanten Informationen der Fahrt aufgezeichnet und sind damit dann auch auf dem Desktop-PC verfügbar. 5.) Die Sprachanweisungen
6.) Das Fahrtenbuch
Diese Informationen kann man bequem am PDA oder am PC verwalten und so ein echtes Fahrtenbuch führen, ohne manuell nachhalten zu müssen, welche Strecken man zurückgelegt hat. Dies ist zwar eher eine Funktion, die der Außendienstler verwendet, aber nichts desto Trotz z.B. auch interessant, wenn man Alternativstrecken miteinander vergleichen will. Ich vergesse grundsätzlich, mir Kilometerstände zu merken....
|
| PREIS: ab Mitte Dezember direkt im Navigon-Shop EUR 499,- für Hard- und Software, Updates ab EUR 199,-, auch Cross-Updates von TomTom und Destinator möglich! |
| FAZIT: Ohne Frage das absolute Oberklasse-Navigationssystem für den Pocket PC und Nahtloses Routing über Ländergrenzen hinweg, und das noch mit der Integration von Verkehrsinformationen (TMC) ergibt eine Mischung, die einem Festeinbaugerät (bis auf die Telemetriedaten des Fahrzeugs) so nah wie eben möglich kommt. |

ZURÜCK
(c) 2003 by Andreas Erle - May not be reproduced without permission. All opinions are subjective!