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Die Industrie hat sich gewissermassen auf den CF-Slot als geräteübergreifende Norm für Erweiterungskarten
eingeschossen. Und gerade im Präsentationsbereich gibt es dort einige Lösungen, die den Anschluß
eines PDAs an einen Beamer oder Monitor erlauben und damit auch die Durchführung einer Präsentation.
Für den mittlerweile weiter verbreiteten SD-Slot gibt es so etwas noch nicht, und Benutzer eines Nokia Communicators
sind schon gleich ganz außen vor. Viel universeller als der CF-Slot ist sicherlich die Infrarotschnittstelle,
die mittlerweile so gut wie jeder PDA hat. Genau für diese ist IRMA, das Infrared Mobile Accessory von Corporate Keys.

IRMA ist eine kleine Box, die vorne einen breiten Infrarotempfänger hat und auf der Rückseite den
Anschluß für einen Standard-VGA-Stecker und das Netzteil. Die komplette Bedienung wird über den
angeschlossenen PDA vorgenommen, der die Bilder bzw. Powerpoint-Folien zum einen an IRMA übermittelt, zum
anderen auch die Folienwechsel kontrolliert. Der Weg ist einfach: Die Powerpoint-Präsentation wird auf dem
PC konvertiert und über ActiveSync an den PDA geschickt. Dort wird die Verbindung zu IRMA aufgebaut und entweder
eine automatisch laufende Präsentation gestartet (d.h. alle Bilder werden an IRMA übertragen und IRMA
übernimmt mit festlegbaren Zeitfenstern die Präsentation selbsttätig) oder aber Folie für Folie
wird vom PDA an IRMA übertragen bzw. bei vorheriger Übertragung angefordert.
Vor all dem steht natürlich die Konvertierung der PowerPoint-Präsentation in JPG-Dateien. Dazu wird
auf dem PC ein Tool installiert, das kurz PowerPoint aufruft, die einzelnen Folien als JPGs exportiert und zum
Transfer zur Verfügung stellt.

Dabei sollte man beachten, daß PowerPoint als Standard in einer Auflösung von 720*540 exportiert,
damit die Folien in den Standardgrößen von 1024*768 sehr grob aussehen. Tip: Bei der Seitengröße
in PowerPoint 36,12*27,09 cm einstellen, dann sind die exportierten Folien exakt in einer Auflösung von 1024*768!
Hat man die Folien an den PDA übertragen, dann kann man diese über die PDA-Komponente der Software
auswählen und direkt an IRMA übertragen. Im Gerät selbst haben zwischen 30 und 40 Folien in der
Standardgröße Platz, diese können während der Präsentation dann sehr schnell angewählt
werden.

Will man dies nicht, dann kann man Folie für Folie bei Bedarf übertragen, dies dauert wenige Sekunden
und ist absolut erträglich.
Der Vorteil liegt auf der Hand (bzw. in der Hand... ;-))): Keine Kabel! Als Vortragender kann man sich frei durch
den Raum bewegen, ohne den PDA durch ein Kabel gebunden zu haben. Der Freiraum zum Senden ist allerdings mit ca.
einem Meter (angegeben und auch tatsächlich gemessen) recht klein, selbst bei einem iPAQ 3970 mit Consumer
IrDA.Hat man eine Präsentation auf dem PC und muß dauernd an die Tastatur laufen, dann ist dieser aber
noch geringer...
Da ist allerdings für Dezember die Alternative für alle Bluetooth-PDAs angekündigt: Es wird eine
Bluetooth-Variante auf den Markt kommen, die dann hier ebenfalls im Test bestehen darf.

Für den Moment ist IRMA die einzige Alternative für Besitzer eines Communicators oder eines PDAs ohne
CF-Slot, und wen der im Vergleich zu den CF-Karten recht saftige Preis nicht schreckt, der hat eine flexible und
vernünftige Lösung. Was es definitiv der Konkurrenz überlegen macht: Keine andere Lösung ist
in der Lage, selbsttätig und ohne Einflußnahme von außen eine Präsentation ablaufen zu lassen!
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