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Es gibt sicherlich wenig Geräte, auf die ich mit so viel Spannung und Vorfreude gewartet habe wie den MDA2/XDA2.
Der "alte" MDA war sicherlich zu seiner Zeit ein technologisch und konzeptionell interessantes Gerät,
heute aber nicht mehr dem Stand der Technik entsprechend. Im Rahmen der "Smartphone-Offensive" mit Windows
Mobile 2003 Phone Edition undt Smartphone 2002/2003 ist am 1.11.2003 der offizielle Start für die beiden Nachfolgemodelle,
den O2 XDA2 und den T-Mobile MDA2 erfolgt.

Beide Geräte sind der Hardware nach identisch, einzig die aufgespielte Zusatzsoftware des jeweiligen Netzbetreibers
macht den Unterschied. Im Folgenden wird der T-Mobile MDA2 beschrieben, bis auf wenige Kleinigkeiten deckt sich
der Bericht mit dem XDA2.

Im Paket befinden sich der PDA, die USB-Cradle mit zusätzlichem Steckplatz für einen Ersatzakku, das
Netzteil (mit dem Ladeadapter vom runden Netzteilstecker auf den seriellen Stecker des MDA2), eine Tasche mit Gürtelclip,
ein Ersatzstift, eine Schnellstartanleitung plus ein richtiges, gedrucktes Handbuch und die CD mit Outlook 2002
und ActiveSync 3.7.
Beim ersten Bick auf das Gerät (und dem geistigen Vergleich mit seinem Vorgänger) fällt eines direkt
ins Auge: die Antenne ist nicht mehr extern, sondern ins Gerät integriert und damit unsichtbar. Ansonsten
sind die Maße nahezu identisch, sodaß auch Taschen für die Vorgängermodelle mit kleinen Einschränkungen
passen.
Der integrierte SD-Slot (jetzt dem Stand der Technik entsprechend IO-fähig und damit für die Nutzung
von Applikationskarten geeignet, so könnte man den MDA2 auch in ein WLAN einbinden, wenn man eine entsprechende
WLAN-SD-Karte nutzt) und liegt nicht mehr unten, sondern oben am Gerät.
Und dreht man ihn um, dann sieht man auf den ersten Blick die Linse der integrierten Kamera und darunter, wie bei
so vielen Mobiltelefonen mit Kamera, den Spiegel, der zur Selbstfotografie gedacht ist. Wer auch immer das tut...
;-)))

Auch die innerern Werte können sich sehen lassen: Geizte der erste XDA beispielsweise mit 32MB RAM noch
mit Speicher und ging man erst später (wie die Kollegen von T-Mobile) auf 64MB RAM, so hat man sich mit dem
MDA2 gleich für den großen Wurf entschieden: 128MB RAM sind verfügbar, plus ca. 14,5 MB des Flash
ROMs als nichtflüchtiger Speicher. Und wem das noch nicht reicht, der erweitert zusätzlich nochmal mit
einer SD-Speicherkarte.

Und für viele Interessenten sicherlich ein kaufentscheidendes Kriterium: Der MDA2 hat integrierte Bluetooth-Funktionalität.
Das ist vor allem wichtig, um im Auto nicht dauernd mit den Kabeln kämpfen zu müssen, sondern eine portable
oder fest eingebaute Bluetooth-Freisprecheinrichtung nutzen zu können. Am Beispiel der SonyEricsson HCB-30
ist der Vorgang der Kopplung und der Betrieb denkbar einfach: Im Bluetooth-Manager (wie gewohnt unten rechts auf
dem Heute Bildschrim bzw. in den Einstellungen) auf verbundene Geräte -> neu, dann wird nach Bluetooth-Geräten
gesucht (die sich im Modus "erkennbar" befinden müssen). Nachdem die Freisprecheinrichtung gefunden
wurde und in der Liste auftaucht wird die Kopplung durch Antippen und Eingabe des Passkeys eingeleitet. Der MDA2
erkennt direkt, dass es sich um eine Freisprecheinrichtung handelt und fragt, ob diese standardmässig für
Telefonate benutzt werden soll. Bejaht man dies, dann schaltet der MDA2 bei jedem eingehenden bzw. ausgehenden
Telefonat direkt darauf um.

Im Heute-Bildschirm findet sich dazu ein Plugin, mit dem man diese Umleitung mit einem Klick ausschalten kann
(wenn man z.B. ein Telefonat führen will, dass nicht durch Umleitung auf die Freisprecheinrichtung für
die anderen Insassen des Fahrzeugs zu hören sein soll).
Der MDA2 lässt sich ebenfalls problemlos mit einem Notebook verbinden, um als Modem verwendet zu werden. Im
Handbuch wird dazu der Weg über das beiliegende Programm "Funkmodem" beschrieben, im Test war dies
mit einem Sony Vaio mit Bluetooth-Stick aber nicht einmal notwendig. Nachdem der MDA2 erkannt und gekoppelt worden
war, konnte er direkt als Modem verwendet werden. Verunsichernd wirkt dabei nur, dass der MDA2 nicht anzeigt, dass
er eine Datenverbindung (oder überhaupt ein Telefonat) durchführt, aber trotzdem besetzt ist.

Was allerdings problematisch ist, ist die Verwendung eines Bluetooth-GPS. Der MDA2 lässt
zwar (sowohl mit dem Extrabyte BT-GPS, dem Royaltek blueGPS als auch dem SysonChip Bluetooth-GPS) die Erkennung
und Kopplung zu, den Betrieb aber nicht. Und das liegt zum Teil sicherlich auch darin begündet, dass der Bluetooth-Manager
ein ganzen End anders ist als beispielsweise bei den iPAQs: Dort werden die von den gekoppelten Geräten angebotenen
Dienste aufgelistet und können auf Wunsch verbunden werden, beim MDA2 finden sich nur die Geräte selbst
in einer Liste, können umbenannt oder gelöscht werden. Will man dann den zur Verfügung stehenden
BT-COM-Port COM6: beim TomTom Navigator oder anderen Navigationsprogrammen verwenden, dann lässt dieser sich
entweder nicht anwählen, bringt eine Fehlermeldung oder der MDA2 führt selbständig einen Softreset
durch. Wenig begeisternd.
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Bei der hervorragenden XDA/MDA-Seite XDADevelopers
findet sich eine Anleitung,
mit der man den Bluetooth-Stack des iPAQ 22xx auf den MDA transferieren und sogar mit TomTom und einem Bluetooth-GPS
zum Laufen bekommen kann. Aaaaber: Unter Verlust der Headset-Funktionalität und unter bestimmten Bedingungen
(TomTom darf nicht in den Hintergrund gehen, so z.B. bei einem Telefonat): Wer´s ausprobieren möchte,
kann dies auf eigene Gefahr nicht tun. Ich selbst teste es nicht, denn der MDA2 ist mittlerweile mein Haupt-PDA,
und ich telefoniere viel im Auto.
Eine viel effektivere Lösung aber gibt es seit dem 8.12. von Tobias Waldvogel. Dieses installiert für
das Bluetooth-GPS einen eigenen Port, der fortan von TomTom GPS oder anderen Anwendungen direkt angesprochen werden
kann.
Dazu das Tool hier downloaden und installieren. Dann
die gekoppelten Geräte, die verwendet werden sollen, löschen und neu erkennen lassen. Nach der Kopplung
erscheint dann der folgende Dialog (entsprechend dem GPS, der MAC-Adresse, dem freien COM-Port, etc.):

Durch "Aktivieren" wird der Liste der COM-Ports ein zusätzlicher hinzugefügt, der die oben
angegebene Beschreibung als Bezeichnung hat. Und schon kann man wunderbar Navigieren.
Im Normalfall hat man drei COM-Ports frei (COM4, COM5 und COM7), kann also bis zu drei Bluetooth-GPS verwenden.
Löscht man die Kopplung eines Gerätes, wird der Port automatisch freigegeben.
Für diese Lösung könnt Ihr Tobias per Paypal
eine Spende schicken, und ich finde, das hat er verdient!
Hier gibt es
mittlerweile das Update von T-Mobile!
Mittlerweile ist es ausführlich getestet mit dem Royaltek
blueGPS und dem Fortuna Bluetooth-GPS sowie TomTom
2 und Destinator 3.0.
Fortuna Bluetooth GPS mit viel Zubehör
für EUR 215,- (statt EUR 225,-)
Royaltek
blueGPS neue
Version (noch stabiler,höhere Reichweite)
EUR 239,- (statt EUR 279,-)
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Special zur Einführung des MDA2: Die Royaltek
RGM-2000 SiRF2-Maus (die blaue Kugelmaus) für EUR 139,- (statt 165,-) inkl. des MDA2-Kabels
bei Angabe von "World of PPC" bei TSGPS!!!
Sehr wohl funktioniert die Navigation mit Mäusen wie der Royaltek RGM-2000 oder der Haicom HI303MMF Cf-Karte
mit dem entsprechenden MDA2-Kabel. Letzteres ist vor allem dann interessant, wenn man sich das angekündigte
CF-VGA-Akku-Jacket zulegen will, um dann in einem Gerät alles zusammen zu haben. Und die aktuellen Navigationssysteme
wie Destinator 2&3, der TomTom Navigator lassen sich prima betreiben. Und gerade an diesem Punkt ist die höhere
Rechenleistung der Kombination Windows Mobile 2003 und XScale 400MHz-Prozessor ganz offensichtlich: Geht während
der Navigation ein Telefonat ein, dann kann dies ohne Verzögerung angenommen werden, auch wenn die Navigationssoftware
mit ihrem Datentransfer und den dadurch belegten CPU-Ressourcen läuft. Und nach Ende des Telefonats ist der
Weg zurück in die Software ebenso kurz.

Schaut man sich die Telefonie an, dann vergisst man in der Anwendung sehr schnell, dass man eigentlich einen
PDA und kein echtes Telefon in der Hand hält. Durch einen Druck auf die grüne Hörertaste (oder Auswahl
im Menü) bekommt man eine Softtastatur auf den Bildschirm. auf der man normal wählen kann. Alternativ
können auf einem zweiten Bildschirm Kurzwahlen eingerichtet werden, auf einem dritten die Gesprächshistorie
angezeigt und wiedergewählt werden.
Hat man ein Bluetooth-Headset angeschlossen und zur Verwendung aktiviert, dann wird bei jedem eingehenden und ausgehenden
Telefonat automatisch darauf umgeschaltet.
Will man den MDA2 nicht ans Ohr halten, sondern vielleicht sogar noch Umstehende mithören lassen, dann hält
man die grüne Hörertaste länger gedruckt und der externe Lautsprecher schaltet sich ein. Man sollte
dann nur unbedingt darauf verzichten, das Ohr wieder daran zu halten...
 
Einer der für mich extrem ärgerlichen Mängel früher Smartphones auf Windows-Basis ist endlich
auch beseitigt: Systemlautstärke und Klingellautstärke sind getrennt voneinander regelbar, sodass man
die Systemtöne und Alarme absenken kann, ohne daß man Gefahr läuft, das Klingeln nicht zu hören.
Dirkt im Lieferumfang ist die deutsche Version von IA Style ´s Caller ID, also die Möglichkeit, Kontakten
Bilder zuzuordnen (bzw. diese in Gruppen zusammenzufassen und denen wieder Bilder zuzuordnen). Statt der Nummer
erscheint bei einem Anruf dann eben das gespeicherte Bild. Was leider nicht geht, ist die Zuordnung von Klingeltönen
zu einem Kontakt.
Ebenfalls vorinstalliert und für den "Datentelefonierer" hilfreich: Der GPRS Counter von Spb Software
House, der die GPRS-Verbindung überwacht und mit Hilfe vordefinierter, anpassbarer Profile genau die Kosten
der GPRS-Nutzung, Berichte über Zeitpunkt und Datenmengen, etc. bereitstellt.

Ein weiterer faszinierender Aspekt des MDA2 ist die integrierte Kamera. Einen PDA mit einer Digitalkamera zu
erweitern, ist schon seit Monaten immer wieder einmal ein Thema, sei es erst durch die CF-Kameras, neuerdings unter
Nutzung der SDIO-Slots auch in Form einer SD-Karte.
Was all diese Lösungen aber gemeinsam haben: Sie sind Zusatzzubehör, das den PDA einschränkt (weil
ein Slot dafür belegt wird). Und in der Konsequenz ist die Echtzeitdarstellung der aufgenommenen Bilder auf
dem Display des PDAs ziemlich bis quälend langsam.
Die integrierte Kamera des MDA2 kann da ganz klar punkten. Auch sie bietet nur VGA-Auflösung (640*480), ist
damit nur für Schnappschüsse geeignet. Dafür ist sie in der Bedienung aber hervorragend: Das gesamte
Display des MDA2 kann als Sucher benutzt werden, und die Darstellung ist absolut ruckelfrei. Wie bei den moderneren
Fotohandies kann sie direkt durch eine Hardwaretaste aufgerufen werden, die danach als Auslöser dient. Wer
lieber Filmsequenzen aufnehmen möchte, dem steht auch diese Möglichkeit zur Verfügung, und der Spaßaspekt
wird durch die Integration der Bilder in Vorlagen (so z.B. die Titelseite einer Zeitung) auch nicht außer
Acht gelassen.
Hat man ein Foto gemacht, so kann direkt entschieden werden, ob es nun gesendet, gelöscht oder wiedergegeben
werden soll.
U.a. auch dafür integriert: Ein leistungsfähiger MMS-Client, mit dem die Bilder mit Text und Ton kombiniert
und dann gleich als Mulitmedia-Nachricht verschickt werden können. Dabei besonders angenehm: im Client kann
eingestellt werden, daß die Bilder immer auf eine geringere Größe (wie sie z.B. in einem Handy
darstellbar ist) gesendet werden sollen. Das spart Übertragungszeit/-datenmenge und Frust, wenn das zu große
Bild nicht darstellbar ist.
Zubehör

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