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So schnelllebig und veränderlich der Markt der Kommunikationselektronik auch ist, ein Trend ist seit Jahren
ungebrochen: Die Integration verschiedenster Funktionen in jeweils ein Gerät. So geschehen z.B. mit der Casio
ProTrak GPS-Uhr (wo das GPS in eine Armbanduhr integriert wurde), den Pocket PC Phone Edition Geräten wie
dem T-Mobile MDA, etc. Je mehr Funktionen in ein einzelnes Gerät integriert werden desto bequemer ist es für
den Anwender mitzunehmen.
Der Navtalk GSM ist vom ersten Eindruck ein für die heutige Zeit relativ großes Mobiltelefon. Einzig
das etwas größere Display (in Graustufen und zehnzeilig) fällt ins Auge, ansonsten findet man eine
Nummerntastatur, einen Joystick zum Navigieren durch die Menüs, die klassische grüne und rote Hörertaste
zum Wählen und Beenden eines Telefonats, etc. Grundsätzlich nichts besonderes also. Was das Auge erst
auf den zweiten Blick sieht, ist die Integration zweier weiterer Geräte:
Diese PDA-Funktionalität integriert sich nahtlos in die Telefonfunktion, Einträge aus den Kontakten
können Kurzwahltasten zugewiesen werden, Nummern direkt gewählt werden, etc. Wer zusätzlich noch
Informationen aus dem mobilen Internet benötigt, der wird den integrierten WAP-Browser schätzen. Dieser
dem aktuellen Standard entsprechende Zugang zu speziellen Inhalten der einzelnen Netzbetreiber gibt unter anderem
die Möglichkeit, auf Emails zuzugreifen und diese unterwegs zu lösen.
Der Kern des Navtalk allerdings ist unstrittig die GPS-Funktionalität. Integriert in das Gerät ist ein 12-Kanal-GPS-Empfänger, dessen Antenne im Gehäuse versteckt ist, aber trotzdem einen sauberen und stabilen GPS-Empfang gewährleistet. Wie von einem Handgerät gewohnt kann man sich relativ schnell orientieren, wo man gerade ist, bekommt, die Position, die Richtung, Geschwindigkeit und Höhe angezeigt. Integriert in den Navtalk ist eine so genannte Basemap, die ganz Europa und in geringerer Detailtiefe auch den Nahen Osten und Afrika umfasst. Die Kartendaten liegen nicht auf der Ebene von Nebenstraßen vor, aber enthalten Autobahnen, Bundesstraßen und Orientierungspunkte. Zur groben Orientierung reicht dies. Nutzt man den Navtalk zum Beispiel, um sich die Position des geparkten Autos in einer Stadt zu merken, dann kann man durch die Aufzeichnung des zurückgelegten Wegs (den "Track") diesen problemlos zurückverfolgen und -gehen. Wie von anderen GPS-Handgeräten gewohnt können aktuelle Positionen als Wegpunkte gespeichert werden, durch Bewegen des Joysticks kann man sich über die Karte hinweg bewegen und in verschiedenen Zoomstufen orientieren. Die aktuelle Position wird durch ein Dreieck angezeigt, um das ein Kreis gelegt ist, der die mögliche Abweichung der Positionsbestimmung anzeigt (d.h. die tatsächliche Position befindet sich innerhalb des Kreises).
Eigentlich erst richtig interessant aber wird die Verwendung des Navtalk mit den beiliegenden Detailkarten.
Aus den verschiedenen Teilen, in die das beiliegende Europa-Kartenmaterial aufgeteilt ist, kann man sich einen
aussuchen und auf dem PC installieren, z.B. komplett Deutschland. Dieser ist wiederum in kleinere Segmente aufgeteilt,
die in einer Software auf dem PC markiert und auf den Navtalk übertragen werden können. Dafür hat
der Navtalk einen integrierten Speicher von 16MB, der durch den Kompressionsgrad der Karten z.B. für das komplette
Ruhrgebiet mit angrenzenden Teilen des Rheinlands reicht. In den Detailkarten sind dann auch die kleinsten Nebenstraßen
enthalten, und wenn man auch nicht bis auf einzelne Hausnummern gehen kann, dann doch zumindest auf Bereiche, so
dass man Adressen recht genau identifizieren kann.
Aber auch wenn man die Sprachanweisungen nicht verwendet: Jedes Abbiegen wird grafisch so dargestellt, dass
man einen großen Pfeil über der Kreuzung in der Karte liegen sieht, der unverändert bleibt, und
die Positionsmarkierung bewegt sich darauf zu (sonst bleibt die Positionsmarkierung relativ stabil und die Karte
bewegt sich). So kann durch einen kurzen Blick auf das Display erkannt werden, wohin man sich an der nächsten
Kreuzung wenden muss, auch wenn ein solches System natürlich nicht vom Fahrer verwendet werden sollte. Die
weiteren dargestellte Informationen sind ungemein detailliert, so wird z.B. die Straße, in die man abbiegt
und die Meter, die man bis dort hin noch zurücklegen muss, dargestellt.
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| PREIS: EUR 1150,- bei Navpoint |
| FAZIT: Ein absolut durchdachtes, stabiles Gerät, das ein vollwertiges Navigationssystem mit einem Telefon und einem PDA vereint. Natürlich würde man sich gerade beim Telefon-Teil modernere Dinge wie Bluetooth, Farbdisplay, etc. wünschen, aber alles in allem kann der Navtalk überzeugen. |
