Testbericht:
nSignia PDA-Taschen

Als nSignia (ehemals Silicon Web Australia) vor einigen Monaten mitteilten, sie würden komplett neue Taschen für aktuelle PDAs in ungewöhnlichen Lederarten produzieren, war das Interesse nicht gerade gering, nur vergingen nach der Ankündigung Wochen und Monate, in denen sich nichts tat. Grund dafür: Man hat die komplette Produktion nach Thailand verlegt, und somit einige Zeit benötigt, alles sortiert zu bekommen.

Jetzt sind die ersten Taschen lieferbar (für den Dell Axim V50 und den iPAQ hx4700), und eine Lieferung an Fawis.de nahm den Umweg über meinen Tisch.
nSignia bieten die Taschen wahlweise im "Flipstyle" (klassische Form, nach oben zu öffnen) und im "Bookstyle" (wie ein Buch seitlich zu öffnen). Alle Taschen haben einen entnehmbaren Einleger, der Kreditkarten und zwei SD-Karten aufnehmen kann, jeweils passend zur gewählten Lederfarbe.
Wie bei den meisten anderen Taschen auch sind die wichtigen Bedienelemente ausgespart, sowohl ein Sync-Kabel als auch Kopfhörer, etc. können angeschlossen werden.

Die Verarbeitung ist hervorragend, die Nähte sind sauber vernäht und gerade, die Passform perfekt (was vor allem beim iPAQ hx4700 auffällt, denn dort sind die LEDs für Wireless und das HP-Schild relativ klein, aber bei eingelegtem PDA die Aussparung genau an der richtigen Stelle).

Zwei Dinge aber sind es, die die nSignia-Cases zu etwas besonderem machen:
Taschen aus Rindsleder (Cowhide) bekommt man bei jedem Hersteller, und oft ist das, was wie Strauß oder Alligator aussieht, nichts anderes als geprägtes Rindsleder. nSignia bieten eine Vielzahl alternativer Materialien an:
Im Foto oben links: Tilapia (Viktoriabarsch). oben rechts: Eagle Ray (Rochen), Mitte links: Ostrich (Strauss), Mitte rechts: Sting Ray (Stachelrochen), unten links: Alligator, unten rechts: Känguru, die Auswahl ist gross und vor allem besonders. Natürlich sind einige der Materialien geschmacksabhängig: während eine Vielzahl der Betrachter vor meiner Navy Blue Stingray-Tasche für den iPAQ hx4700 mit Extended Battery mit offenen Mündern standen, gab es auch den einen oder anderen, der mit einem eher verkniffenen Gesicht "Interessant" als Bewertung gab. Dafür aber gibt es eben genug Materialien und Farbnuancen, dass für jeden Geschmack das richtige Leder gefunden werden kann.
Und mit Ausnahme der exklusiven Alligator- und Straußenleder-Taschen liegen sie preislich zwischen Piel Frama und Vaja, also in Bereichen, die durchaus angemessen sind.

Der zweite Grund, warum die nSignia-Cases sich von der Konkurrenz abheben, ist das System des Gürtelclips. Im Standard nicht dabei und als Zubehör für einige Euro bestellbar trägt nSinia endlich den Anforderungen vieler Anwender Rechnung, eine Tasche quer am Gürtel tragen zu können. Vorbereitet sind die Taschen sowohl für die Montage des Knopfes hochkant wie auch längs, die Tasche wird dann in einen abnehmbaren Gürtelclip eingehängt.

Ersatzabdeckungen für den Fall der Demontage liegen in verschiedenen Farben bei, so kann das Anbringen eines Gürtelclips schnell und fast unsichtbar wieder rückgängig gemacht werden.

PREIS: aktuelle Preise bei nSignia, in Deutschland zu bekommen bei Fawis.
FAZIT: Hervorragende Verarbeitung, hochwertige und ungewöhnliche Materialien und das Ganze in einem Preisbereich, der durchaus vernünftig ist: nSignia-Taschen sind tatsächlich etwas besonderes und Garant für neugierige und neidische Blicke.




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