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Qualitativ ist es wenig strittig, dass das Royaltek blueGPS RBT-3000 eines der besten,
wenn nicht gar das beste Bluetooth-GPS am Markt ist. Übereinstimmende Tests vieler grosser Seiten bestätigen
dies. Viele der Konkurrenzprodukte haben dem RBT aber zwei Dinge voraus: Einen Wechselakku und eine deutlich geringere
Größe. Nach einem knappen Jahr hat Royaltek jetzt mit dem RBT1000 eine Version des Bluetooth-GPS herausgebracht,
die genau diese Anforderungen umsetzt. Im direkten Vergleichstest zwischen beiden Geräten kann das RBT1000
nun zeigen, ob es seinen Vorschusslorbeeren gerecht wird.

Schaut man sich die Bezeichnungen an, dann liegt die Vermutung nahe, es handle sich beim RBT1000 um eine Light-Version
des RBT3000. Dies ist gottseidank nicht richtig. Nachdem das RBT1000 einmal Empfang bekommen hatte (was bei der
Erstbenutzung wie bei jedem GPS entsprechend länger dauert) wurden beide Geräte parallel betrieben, also
am selben Programm mit vergleichbaren PDAs auf den selben Strecken (da beide im selben Auto lagen... ;-))
Die Zeiten bis zur Bestimmung der Position, die Zeit bis zur Wiedererlangung des Empfangs nach einem Abriss im
Tunnel waren bis auf Sekundenbruchteile identisch. Dies liegt daran, dass in beiden Geräten der selbe SirF2
LP-Chipsatz verwendet wird. In diesem Bereich, der ja zu den wichtigsten Anwendungsbereichen des GPS gehört,
sind beide Geräte also identisch, und damit verbunden ebenfalls im Bereich der Genauigkeit der Positionsbestimmung.
Auf beiden Systemen lief im Test der TomTom Navigator 3, und in vielen Testkilometern war keine Verschiebung der
Position nur an einem Gerät zu beobachten (überhaupt nur dann, wenn die Strassenführung in der Realität
anders als in der Karte war und die Software versuchte, die Position auf eine Strasse zu setzen).

Wenden wir uns also den Unterschieden zwischen beiden Geräten zu: Einer der viel gepriesenen Vorteile des
RBT3000 gegenüber den Konkurrenten war der Datalogger, der die Möglichkeit
der Aufzeichnung einer Strecke im GPS ohne angeschlossenen PDA, das Auslesen und die spätere Wiedergabe in
einer Navigationssoftware brachte. Dieser ist im RBT1000 nicht mehr integriert. Dies liegt zum einen in der deutlich
reduzierten Grösse des Geräts (70 x 41 mm) aber vor allem auch darin, dass diese Funktion nur von wenigen
Benutzern tatsächlich echt in der Praxis genutzt wurde (siehe auch unten). Im Gegenzug ist der Preis des RBT1000
durchschnittlich 70 Euro geringer als der des grossen Bruders, und wer den Datalogger nicht nutzt, der wird das
dankbar zur Kenntnis nehmen.

Beim RBT3000 war die Laufzeit mit 10-12 Stunden in der Praxis zwar am oberen Rand des Testfeldes, nachdem Fortuna
und Rikaline ihren Geräten aber einen Wechselakku spendiert hatte, war diser Vorteil nur noch ein relativer.
Royaltek hat dem entsprochen und auch dem RBT1000 einen Wechselakku mitgegeben. Und intelligenterweise ist auch
dieser ein Standardakku, der nicht teuer als Spezialanfertigung bei Royaltek bestellt werden muss, sondern weit
auf dem Markt verbreitet ist: Verwendet wird er unter anderen in der 61xx-er Serie von Nokia-Telefonen (und den
entsprechenden kpmatiblen Geräten). In der Praxis schlägt sich dies vordergründig erst mal durch
eine geringere Laufzeit von im Test kapp über 7 Stunden nieder, legt man sich aber einen Zusatzakku zu (der
beispielsweise auf ebay um die 10 Euro gehandelt wird), dann ist in Verbindung mit dem geringen Preis dieser vermeintliche
Nachteil kein wirklicher mehr.
Wie beim RBT3000 liegt dem RBT1000 eine CD mit Software für den PC und Windows bei.. Das darauf enthaltene
Programm erlaubt es wie beim RBT3000, die Protokolle des GPS einzustellen (unter anderem das Einschalten des VTG-Signals
für den Mobile Navigator).
 
Intelligent gelöst ist die ebenfalls über die Software regelbare Einstellung für den GPS-Modus.
Dort kann entschieden werden, ob maximale Navigationsleistung (also häufige Lieferung des Positionssignals)
oder maximale Akkulebensdauer (weniger Signale, damit Schonung des Akkus) gewählt werden soll. Bei der Einstellung
"Intelligent Switch" wird anhand der Geschwindigkeit die Einstellung gewählt, die optimal für
die Navigation ist (zu Fuss mit geringer Geschwindigkeit wenig Signale, im Auto und damit höherer Geschwindigkeit
mehr Signale).

Welches der beiden Modelle sollte man also wählen?
Die Entscheidung ist recht einfach: Wem es nur um den reinen GPS-Betrieb geht, und wer dabei Wert auf Empfang und
Stabilität wählt, der kommt am RBT1000 nicht vorbei.
Wer den Datalogger braucht (Standardanwendung sind die Motorradfahrer, die eine Strecke der Schönheit wegen
fahren und später nachvollziehen wollen, wie sie gefahren sind) oder wer mit einem Akku lange Laufleistung
benötigt, ohne den Akku zu wechseln, dessen erste Wahl wird das RBT3000 sein.
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