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Nun ist es soweit: Neben SonyEricsson und Nokia hat mit Siemens auch der nächste große Mobiltelefonhersteller
ein Business-Telefon mit integriertem Bluetooth auf den Markt gebracht. Das Siemens S55 ist das neue Flaggschiff
der Handy-Palette und soll der Konkurrenz mit deren T68i bzw. dem 7650/6310i gehörige Bauchschmerzen verursachen.
Schaltet man es ein, dann fällt als erstes das Farbdisplay auf. Im Gegensatz zur Konkurrenz hat man ihm allerdings nur 256 Farben spendiert, was im normalen Betrieb herzlich egal, für Fotos aber schon einschränkend ist. Die Auflösung von 101*80 Pixeln erlaubt die Darstellung von bis zu sieben Zeilen, durch die Einstellbarkeit der Helligkeit in 10 Stufen und des Kontrastes läßt es sich sehr fein auf die Bedürfnisse des Anwenders einstellen. Ohne Hintergrundbeleuchtung ist es kaum lesbar (ein Problem, das man z.B. vom T68i bereits kennt), es hat nicht die refelktiven Eigenschaften eines 7650. Nichts desto Trotz, mit eingeschalteter Hintergrundbeleuchtung ist das Display scharf und klar, wenn auch von den Farben her nicht besonders kräftig.
Die Navigation im (grafischen) Menü wird mittels eines direkt unter dem Display angebrachten Steuerkreuzes ermöglicht, die beiden daneben liegenden Tasten fungieren als Auswahl der im Display dynamisch darüber gelegten Funktionen. Nicht neu, aber bewährt. Das Menü selbst ist, wie bei Siemens mittlerweile Standard, sehr übersichtlich aufgebaut und teilt sich in neun Untermenüs. Auf jede der Zahlentasten läßt sich eine Funktion legen, entweder die Wahl einer Rufnummer oder aber eine der Menüfunktionen. Innerhalb der Menüstrukur läßt sich zusätzlich noch ein "persönliches Menü" anlegen, also eine Liste mit favorisierten Menüpunkten.
Wie die Konkurrenz im Business-Bereich bietet das S55 eine Vielzahl von Datenoptionen. GPRS Multislot Klasse
10 (Codierungsschema 1-4), WAP, SMS, MMS, einen POP3-Email-Client, eine Infrarotschnittstelle, die Möglichkeit,
ein Datenkabel anzuschließen, und endlich eben auch Bluetooth.
Was mich immer wieder an den Siemens-Telefonen begeistert, ist die Softwareausstattung, mit der sie ausgeliefert
werden. Es mag sich unterscheiden, aber in meinem Paket waren sowohl das Datenkabel als auch das komplette Softwarepaket
enthalten. So kann man über XTNDConnect einen Abgleich mit Outlook fahren, in dem frei konfigurierbar Adressen,
Termine, Aufgaben und sogar Notizen (was meines Wissens nach eine Premiere ist) synchronisiert oder übertragen
werden. Im Standrd-Windows-Explorer hat man das Dateisystem des Telefons als eigenen Eintrag, kann also bequem
per Drag and Drop Klingeltöne (natürlich polyphon, man kann also Standard-MIDI-Dateien nehmen) und Bilder
transferieren.
Dafür liegt dem Paket eine Digitalkamera bei, die als erste Kamera für ein Mobiltelefon einen integrierten
Blitz mitbringt und Bilder in 101*80 oder 640*480 aufnehmen kann. Diese werden dann ins Telefon transferiert und
können dort entweder für MMS verwendet werden, Rufnummern hinterlegt werden (statt des Namens erscheint
dann bei einem Anruf das Bild) oder aber per eMail versandt oder auf den PC transferiert werden. Die Qualität
ist in jedem Fall um Längen besser als die der integrierten Kamera des Panasonic GD-87 oder des Nokia 7650,
aber natürlich alleine auf Grund der Auflösung kein "echter" Ersatz für eine Digitalkamera. |
| PREIS: EUR 129,- inkl. Vertrag, ca. EUR 400,- ohne Vertrag |
| FAZIT: Ein Mobiltelefon, das Bluetooth mit allen wichtigen Profilen, ein Farbdisplay und eine verwendbare Kamera mit Blitz und MMS-Fähigkeit kombiniert. |

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