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Es gibt Tage, an denen man sich ernsthaft nach dem Sinn eines Notebooks fragt. Nach dem Test von mobile_i
bekam ich heute das Targus Stowaway Keyboard für den iPAQ. Nachdem ich
es schon mit meinem Palm in grauer Vorzeit begeistert genutzt hatte, war es eine logische Konsequenz, dies auch
für den iPAQ zu testen.
Stowaway heißt übersetzt soviel wie "Verstauen", und dies beschreibt eine der Stärken
der Tastatur: Zusammengefaltet ist sie ungefähr so groß wie der iPAQ, Sind ihre vier Segmente erst mal
auseinandergefaltet, dann hat man ein Keyboard, das dem eines Notebooks in nichts nachsteht. Große Tasten,
bei denen man kaum aus Versehen mehrere gleichzeitig trifft (wie man es z.B. bei einem Handheld PC immer mal wieder
erlebt). Allerdings, und das wird immer wieder als Nachteil angegeben: Sie hat ein US-amerikanisches Tastaturlayout,
d.h. keine deutschen Umlaute, bei den Sonderzeichen eine leicht andere Anordnung, etc. Realistisch betrachtet wäre
es zwar schöner, das ganze in deutsch zu haben, aber auf Grund der Tatsache, daß man mit einem Tastendruck
an die interne Softtastatur des iPAQs kommt, kann man meines Erachtens mit dieser Einschränkung leben.

Die Tastenkombinationen sind eine der weiteren Stärken der Stowaway. Die Standardanwendungen Posteingang,
Kontakte, Kalender, Aufgaben, Notizen, Word, Excel und Money sind auf Tasten an der Seite vorbelegt, ebenso das
Ausschalten des iPAQ und durch die Tastenkombination <Fn><Leertaste> das Ein- und Ausblenden der Softtastatur
und der Heute-Bildschirm. Durch den beiliegenden Treiber können die "Funktionstasten" (<Fn><1>
bis <Fn><0>) frei mit installierten Anwendungen belegt werden. Da allerdings schlägt die Tatsache
des US-Treibers zu: Die Software sucht in \WINDOWS\START MENU nach installierten Anwendungen (wo bei amerikanischen
und englischen iPAQs die Verknüpfungen des Startmenüs liegen), bei einem deutschen iPAQ aber liegen diese
in \WINDOWS\STARTMENÜ. Mit einem kleinen Trick kann man dies aber auch umgehen: geht man mit dem Datei Explorer
in das englische Verzeichnis, markiert dort alle Elemente, kopiert diese und fügt sie dann im englischen Verzeichnis
wieder ein, dann hat man alle seine Anwendungen für die HotKeys zur Verfügung. Dies empfiehlt sich allerdings
nur für versierte Benutzer!

Alles in allem eine hochwertige Tastatur, mit der sich auch längere Texte bequem und ohne Anstrengungen
schreiben lassen. Einziger "Kritikpunkt" ist das englische Tastaturlayout, mit dem man aber leben kann.
Der iPAQ kann auch mit Jackets verwendet werden, und hier zeigt sich, was einen guten von einem sehr guten
Hersteller unterscheidet: Das normale Netzteil läßt sich nicht mehr anschließen. Targus hat aber
genau aus diesem Grund ein Adapter beigelegt, das vom Standardstecker des Netzteils auf einen abgewinkelten adaptiert.
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