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Lange war das T68 das Flaggschiff im Business-Bereich der Schweden (wenn man mal Ericsson
als Ausgangspunkt dieses Produktes nimmt). Die Erweiterung auf das T68i hat neben kosmetischer
Korrekturen nur ein Softwareupdate zum Inhalt, das sich auch auf das T68 aufspielen lies (u.a. für die MMS-Fähigkeit),
im Prinzip also kein echter Modellwechsel.
Mit um so mehr Interesse wurde dadurch das "neue" Gerät erwartet, das mit dem T610 bereits seit
einiger Zeit angekündigt war.
Nach der ersten Serie, die auf Grund eines Rauschens beim Telefonieren vorerst vom Markt gezogen worden war, ist
nun die zweite Serie im Anmarsch, die sich unserem Test stellen durfte.

Wer das T68 gewöhnt ist, wird sich beim Anblick des T610 erst einmal umschauen. Weg ist die runde Formgebung,
weg ist das (manchmal kritisierte) Plastikschalen-Gehäuse, das T610 hat ganz klar ein anderes Gesicht als
sein Vorgänger. Der obere Teil ist aus hochglänzendem, schwarzen Plastik, darunter befindet sich eine
Alu-Abdeckung der Tastatur und des Akkus. Auch wenn dies nur ein optischer Faktor ist, es wird sicherlich den einen
oder anderen abschrecken, genauso, wie es den einen oder anderen, der das T68 hässlich fand, ansprechen wird.
Auf den ersten Blick war ich enttäuscht, auf den zweiten, dritten und die weiteren habe ich mich immer mehr
daran gewöhnt. Was vor allem auffällt: Das T610 wirkt um Längen hochwertiger als das T68.

Ebenfalls auf den ersten Blick zu erkennen: Die integrierte Digitalkamera. Musste man bei den anderen SE-Telefonen
noch eine Zusatzkamera unten ans Telefon anstecken, und waren Telefone mit integrierter Kamera bisher deutlich
größer (siehe Nokia 3650, 7610, SE P800), so setzt das T610 hier unbestritten einen Maßstab. Man
darf sich nun natürlich nicht der Illusion hingeben, dass man eine vollwertige Digitalkamera in den Händen
hält, alleine die Auflösung von maximal 288*352 Bildpunkten spricht da schon gegen diese Vermutung. Nichts
desto Trotz hat das ganze einen nicht unerheblichen Vorteil: Wer ein Telefon mit einer Aufsteckkamera besitzt,
der kennt das Problem. Wenn man die Kamera wirklich mal spontan benötigt, dann hat man sie nicht dabei. Und
was nützt sie dann?! Beim T610 hat sich dieses Problem erledigt, denn die integrierte Kamera ist nun mal immer
dann da, wenn auch das Telefon da ist.
Die aufgenommenen Bilder (die mit einer stattlichen Anzahl von Effekten belegt werden können und über
die Nightshot-Funktion auch in dunklen Umgebungen akzeptabel geschossen werden können, werden wahlweise im
2MB grossen Speicher abgelegt oder direkt als MMS oder email verschickt.
Wie eine Vielzahl der Foto-Handies, die bereits auf dem Markt sind, hat das T610 einen Spiegel, in dem man sich
selbst fotografieren kann. Allerdings ist dieser optional montierbar, im Standard findet sich neben der Linse nur
eine Gummiabdeckung.

Wichtiger Faktor für unsere Betrachtung: Die Kommunikation. GPRS, HSCSD und WAP gehören nun mal zum
Standard, eine Infrarotschnittstelle ist auch bei vielen hochwertigeren Telefonen vorhanden, MMS/EMS und ein Farbdisplay
scheinen mittlerweile zum guten Ton zu gehören (auch wenn gerade die letzten beiden Umfragen zufolge kaum
verwendet werden) und die Nutzbarkeit aller drei GSM-Netze (TriBand) ist auch nichts besonderes.
Wie das T68 besitzt das P610 einen POP3-Client, mit dem man von seinem Standard-Postfach Mails abfragen kann. Einziges
Manko: es lässt sich kein Mailversand über den authenticated SMTP konfigurieren... viele Server für
die ausgehenden Mails erfordern mittlerweile, das das Endgerät sich auch beim Senden von Mails anmeldet, dies
wird nicht unterstützt. Eine Mischkonfiguration mit Mailversand über den Netzbetreiber funktionierte
aber klaglos.
Das (zumindest für den PDA-Benutzer) wichtigste Merkmal ist die Bluetooth-Schnittstelle. Wie gewohnt lassen
sich PDA und Notebook ohne weitere Probleme miteinander koppeln, die für das Telefon zugelassenen Geräte
stehen dann in einer Liste zur Verfügung. Sowohl eine GPRS- als auch eine HSCSD-Wählverbindung lassen
sich ad hoc aufbauen, und wer bereits sein T68 auf dem Notebook installiert hatte, der muss nicht mal den Modemtreiber
wechseln.
Auf der beiliegenden CD befinden sich der Modemtreiber und eine für SonyEricsson angepasste Version von XTNDConnect,
mit der das Telefon mit Outlook (über ein Datenkabel oder via Bluetooth/Infrarot) synchronisiert werden kann.
Nutzt man ein Notebook, dann kann man sogar auf die Verzeichnisse des Telefons, mit denen Datenausgetauscht werden
(Bilder, Klingeltöne, etc.) Zugriff nehmen, kann Speicher durch Löschen nicht benötigter Dateien
frei machen und beispielsweise die mit der Kamera geschossenen Bilder direkt auf den PC übertragen, ohne eine
Mail verschicken zu müssen.
Für Benutzer eines PDAs mit Bluetooth ist es noch schöner. Abgesehen davon, das das Zusammenspiel zwischen
PDA und T610 als Modem/Internetverbindung einwandfrei funktioniert, lässt sich auch der Datenaustausch über
diesen Weg betreiben. Nimmt man ein Bild, wählt dann Senden/Bluetooth, dann erscheint eine Liste mit den gekoppelten
Geräten. Dann sucht man sich den Pocket PC heraus (Voraussetzung: Der Dienst "Posteingang" ist aktiviert),
die Datei wird gesendet und man findet sie danach direkt im konfigurierten Verzeichnis auf dem Pocket PC (Standard:
MY DOCUMENTS). Einfacher geht´s nicht.

Das Display des T610 ist drinnen hervorragend lesbar, seine 64K Farben, die Schemata, die man für die Darstellung
der Menüsymbole, etc., wählen kann, sind vielfältig und verstehen es, das Display im wahrsten Sinn
des Wortes ins rechte Licht zu rücken. Draußen allerdings sollte man direktes Sonnenlicht meiden, denn
das Display ist nicht reflektiv (wie z.B. bei den Nokias), man hat also einige Probleme, noch etwas erkennen zu
können, wenn die Sonne direkt darauf scheint.
Die Bedienung ist durch die von SonyEricsson gewohnte Ordnung und die Verwendung eines im Vergleich zum T68 subjektiv
verbesserten Joysticks komfortabel und zweckdienlich. Sowohl die Kamera als auch der Internetzugang haben jeweils
eine eigene Taste an der Seite des Geräts, für diese meist schnell auszuführenden Handgriffe entfällt
also die Navigation durch das Menü.
Apropos: Auch wenn es subjektiv ist, vodafone hat die Menüs für die dort vertriebenen Geräte angepasst,
leider nicht zu ihrem Vorteil. Wer die Möglichkeit hat, sollte ein Gerät direkt von SonyEricsson nehmen.
Dort fehlt dann unter anderem auch der vodafone-Aufdruck auf dem Metallgehäuse.
technische
Daten des Herstellers
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