Testbericht:
UMTS - Vodafone Connect Card

Um das Thema UMTS ist es seit den hohen Wellen um die Preise der Lizenzen recht ruhig geworden. Hier und da die Vorstellung eines UMTS-Mobiltelefons, viel mehr aber ist dem normalen Anwender nicht mehr zu Ohren gekommen.
Heimlich, still und leise ist bei vodafone der Start zum produktiven UMTS aber mittlerweile erfolgt. Mit der Vodafone Connect Card UMTS ist die erste Hardware auf dem Markt, die in Verbindung mit einer Datenkarte den Zugang zum Netz bietet.
In Verbindung mit dem Abschluss eines Vertrags für eine Datenkarte kann man die Connect Card für EUR 359,- käuflich erwerben.

Dei Datenkarte kosten einen einmaligen Anschlusspreis von EUR 24,95, danach im Monat EUR 4,95.
Für die Nutzung von UMTS gibt es verschiedene Tarifoptionen: Wer Viel Daten überträgt, der wird wahrscheinlich die Zeit-Option wählen (Vodafone Time L, XL, XXL mit Inklusivzeiten von 2, 10 und 30 Stunden), wer eine Verbindung halten muss, und nur auf Anforderung kleinere Datenmengen überträgt, der wird die Volumen-Option nehmen (Vodafone Volume L, XL, XXL mit Inklusivvolumen von 10, 50 und 150 MB). Schaut man sich die Datenmengen an,die beim normalen Surfen im Internet anfallen, dann ist für diese Anwendung

Die Connect Card erfordert einen PC mit PC-Card-Slot und Windows-Betriebssystem. Nach Installation der Treiber und Einlegen der Connect Card wird diese im System eingerichtet. Vollkommen idiotensicher und problemlos.
Die SIM-Karte wird hinten in die von Option gefertigte Karte eingeschoben und verschwindet komplett darin.
Nach dem Start der Anwendung muss die PIN der Datenkarte eingegeben werden, danach wird ein Netz gesucht. In der Applikations selbst ist einstellbar, ob nur UMTS, nur GPRS oder eines der beiden bevorzugt gesucht werden soll.

Zum Stand April 2004 sind in Deutschland ca. 200 Städte mit UMTS versorgt. Auch in diesen Bereichen kann es passieren, dass das Signal nicht stark genug ist, um eine stabile Verbindung zu ermöglichen. Aus diesem Grunde ist die Connect Card sowohl für UMTS als auch für GPRS ausgelegt. Die Internet-Verbindung wird automatisch bei Installation der Software konfiiguriert, egal, welche Verbindungsart gerade verwendet wird, mit einem Klick ist die Verbindung aufgebaut und im Tray angezeigt.


Ungünstig ist dabei, daß die Taktung in den Tarifen so hoch ist (100Kb bei Volumentarifen, 10 Minuten bei Zeittarifen), daß man durchaus darauf achten muss, daß die Verbindung nicht gerade am Anfang einer "Einheit" abreißt und man dadurch einen guten Teil verschwendet. Und reicht die Stärke des UMTS-Signals nicht aus, dann wird die Verbindung beendet (also nicht automatisch auf GPRS umgeschaltet) und man muss sie neu aufbauen.


Geschwindigkeitsmässig weiss UMTS schon zu gefallen... Im Test wurde mehrfach eine 1MB große Datei heruntergeladen (immer mit leerem Cache und gelöschten temporären Dateien, sodaß tatsächlich ein Herunterladen nötig war):
Per DSL dauerte der Download im Durchschnitt 13 Sekunden, per GPRS über 3 Minuten, per UMTS im Durchschnitt 28 Sekunden. Kalkuliert man ein, dass im Empfangsbereich nur 3 (von 5) Empfangsbalken vorhanden waren, kann dieses Ergebnis sich durchaus bei vollem Ausbau des Netzes noch anpassen.
Wird das Tarifmodell überarbeitet, die Kosten reduziert und die Taktung verringert, dann ist UMTS eine Alternative, die Spass macht. Momentan allerdings muß man sich zumindest als Privatbenutzer ernsthaft die Frage stellen, ob die Kosten den Nutzen rechtfertigen...


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