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Resteverwertung oder echtes neues Spiel? Als Spb Software House ankündigte, ein Strategiespiel auf den
Markt zu bringen, das vom Grundsatz her aus vielen der "kleinen" Spb-Spiele besteht, war meine Skepsis
anfang nicht gerade gering. Zu sehr erinnerte diese Idee an eine "best of"-Zusammenstellung.
Jetzt ist Spb AirIslands auf dem Markt, und ich muss
mich revidieren und mir vorwerfen, dass meine Erfahrungen mit Spb Software House mich eigentlich schon vorher eines
besseren hätten belehren sollen. Spb AirIslands ist eine genialer Mischung aus Strategie- und Arcade-Spiel,
die speziell auf die Bedürfnisse der mobilen Benutzer zugeschnitten ist.
 
In einer Zeit, in der die alte Welt der Zerstörung anheim gefallen ist, sind nur noch kleine Inseln am
Himmel übrig. Als Eigentümer einer dieser Inseln steht die Besiedlung im Vordergrund, diese kann aber
ohne die entsprechenden Ressourcen (Wasser, Holz, Steine und Gold) nicht durchgeführt werden. Um diese aber
zu bekommen, muss man sie sich verdienen. Und hier kommen eben die "Minispiele" ins Spiel: Spb Bubbles
(klassisches Puzzle Bobble, bei dem ein Vorrat bunter Kugeln abgebaut werden muss, in dem man neue Kuglen so platziert
schiesst, dass sich Gruppen bilden, die dann verschwinden), Spb Arkaball (klassisches Breakout-spielprinzip, bei
dem eine Mauer aus Steinen Stück für Stück abgetragen werden muss, in dem man mit einem Schläger
eine Kugel darauf schiesst) und Spb Xonix II (bei dem eine laufende Kugel durch Absägen von Teilen eines Brettes
durch einen Laser so eingegrenzt werden muss, dass sie nur noch wenig Bewegungsspielraum hat).

Der Hintergedanke ist einfach: Während Benutzer auf einem PC stundenlang spielen und zur Not auch Nächte
durchmachen, ist der Pocket PC meist "Spielzeug" für unterwegs, und damit die Zeit, die zur Verfügung
steht, arg eingeschränkt. Dieser Tatsache trägt Spb AirIslands Rechnung: die Minispiele kann man schnell
mal eben in der Warteschlange, dem Bus, in der Pause spielen, sie sind fordernd und spannend, aber eben auch kurzweilig.
Nichts desto Trotz trägt man damit zum Spielziel des eigentlichen Spiels bei, die Insel schnellst möglich
zu besiedeln und aufzubauen, denn jedes erfolgreich abgeschlossene Minispiel überträgt automatisch neue
Ressourcen in den Vorrat des Spielers bei Spb AirIslands. Will man etwas aufbauen, dann zeigt automatisch eine
Statistik, welche Ressourcen in genügender Menge vorhanden sind, neben den knappen Ressourcen führt direkt
ein Link in das entsprechende Minispiel.
 
Alle fünf Spielrunden kann ein weiterer Schritt zur Reparatur des "Gravitators" durchgeführt
werden, dafür sind aber glückliche Bewohner nötig, die Gold verdienen, zwischendrin muss man noch
Sonderaufgaben erfüllen, etc. Was mich neben der Abwechslung im Spiel absolut fasziniert, ist die Liebe zum
Detail. Ein Baum, den man pflanzt, wird nicht einfach hingestellt, sondern er wächst langsam, aber sichtbar.
Eine Farm steht nicht einfach da, sondern wird langsam vom Loch im Boden zum Rohbau mit Gerüsten bis hin zur
fertigen Farm aufgebaut.
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