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Pocket PCs und Smartphones sind mehr und mobile Begleiter in vielerlei Hinsicht: Nicht nur PIM-Anwendungen,
sondern auch Navigation, Multimedia in all ihren Ausprägungen und vieles mehr machen Windows Mobile Geräte
schon lange zu einem kombinierten Ersatz für verschiedene Geräte.
Ich stelle immer öfter fest, dass mein iPOD Video eigentlich nur noch zum Updaten der iTunes-Datenbank benutzt
wird, und ansonsten ein tristes Dasein am Ladegerät fristet. Im Bereich der MP3s ist dies ein einfaches Unterfangen,
das leicht mit Bordmitteln oder frei erhältliches Zusatzsoftware zum Erstellen der Dateien (Windows Media
Player, Musicmatch Jukebox, etc.) umgesetzt werden kann.
Mehr und mehr wird auch der Bereich der Filme/Videos/DVDs von allen möglichen portablen Geräten abgedeckt,
hier ist allerdings die technische Umsetzung ungleich schwerer: Eine DVD zu rippen ist aufwändig dank der
Kopierschutzmechanismen (und ganz deutlich: hier geht es nicht um das Erstellen von Raubkopien, sondern rein um
die Nutzung einer gekauften und damit bezahlten DVD, die statt auf dem Fernseher auf einem mobilen Gerät wiedergegeben
werden soll). Das Endergebnis dann auch noch soweit aufzubereiten, dass es ein optimales Verhältnis zwischen
Dateigrösse (auf eine normale Film-DVD gehen durch ihre zwei Schichten knappe 9.4 GB, eine "normale"
Speicherkarte fasst maximal 4GB) und Qualität (warum die original Auflösung beibehalten, wenn das Display
des wiedergebenden Geräts gerade mal 320*240 Bildpunkte darstellen kann) besteht.

Spb Software House, bekannter Hersteller verschiedenster Programme für Windows Mobile, hat jetzt mit Spb
Mobile DVD einen ersten Schritt in diesen Markt gewagt. Der Anspruch dabei: Für den Benutzer so einfach wie
möglich die best möglichen Ergebnisse zu erzielen. Dabei war es Spb wichtig, auf dem mobilen Gerät
möglichst frei von Zusatzsoftware und zur Wiedergabe nötigen Codecs zu bleiben. So sind die Ausgabedateien
entweder WMVs, die mit dem Standard-Mediaplayer wiedergegeben werden können, oder Xvid, die mit dem TCMP-Player
(ehemals Betaplayer) wiedergegeben werden können.
Nach Start des Programms kann ausgewählt werden, ob eine bestehende Videodatei umgewandelt werden soll oder
von einer DVD eine solche erstellt und dann umgewandelt werden soll. Wählt man die DVD-Variante, dann untersucht
das Programm automatisch die verfügbaren Laufwerke.

Ist die DVD geladen, dann fordert Spb Mobile DVD den Benutzer auf, den Film bzw. das Feature zu starten, das
von der DVD heruntergeholt werden soll. Im Vergleich zu vielen anderen Programmen erspart das dem Benutzer, manuell
eine Auswahl treffen zu müssen, was oft auf Grund der fast identischen Länge von Film und Bonusmaterial
recht schwierig ist. Durch die Bedienbarkeit der DVD können Sprachformat, Untertitel, etc. ausgewählt
werden, sodass die konvertierte Datei exakt die Einstellungen enthält, die der Benutzer auch bei der Wiedergabe
sehen und hören würde.
Hat man diese Auswahl getroffen, dann kann man noch weiter einschränken und entweder ein Kapitel aussuchen
oder gar Teile in der Echtzeit-Wiedergabe markieren, die dann aus dem kompletten Film herausgenommen werden.

Die nächste wichtige Einstellung betrifft den verwendeten Codec, die Zahl der Bilder pro Sekunde, das Filmformat
und den Zoommodus (Originalformat oder entsprechend der Auflösung herangezoomt). Spb Mobile DVD unterstützt
verschiedene Standardauflösungen, bei den Codecs kann, wie oben bereits beschrieben, als Zielformat WMV für
den Windows Media Player und XVid für den TCMP gewählt werden. Das besondere (und Spb Mobile DVD von
der Konkurrenz unterscheidende) ist, dass man die Auswirkung der aktuellen Einstellungen direkt in der Vorschau
sieht.

Als nächstes kann festgelegt werden, welche Qualität das Endergebnis haben soll. Da dies manchmal
weniger interessant ist als die Frage, wie viel Speicher der Film auf der Speicherkarte schluckt, kann alternativ
die maximale Größe der Datei angegeben werden, wobei der Standardwert in diesem Feld die hochgerechnete
Größe bei vorgewählter Qualität ist.

Spb Mobile DVD beginnt dann umgehend mit der Konvertierung der DVD in das gewählte Format. Währenddessen
kann eine Echtzeitvorschau angezeigt werden. Dies belastet zwar den Prozessor nicht unerheblich, aber es bietet
einen unschätzbaren Vorteil zu Konkurrenzprodukten: Vorbei sind die Zeiten, in denen man nach stundenlangem
Konvertieren feststellen musste, dass die Komprimierung doch zu stark war, die Datei zwar klein, aber leider von
der Qualität her minderwertig. In Spb Mobile DVD sieht man dies direkt.

Durch die Unterstützung von Dual Core Prozessoren und der optimierten CPU-Auslastung kommt man in den Standardeinstellungen
in gut 3.5-facher Geschwindigkeit von der DVD zur fertigen Datei. Die hier im Test konvertierte Musik-DVD mit knapp
100 Minuten Laufzeit wurde in knapp 28 Minuten konvertiert. Dies ist natürlich abhängig vom PC, der Geschwindigkeit
des DVD-Laufwerkes, der gewählten Qualität, etc. und kann in sofern variieren, in der Summe ist die Performance
aber hervorragend.
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