Ein Anspruch, den The World of i hat, ist die absolute Unabhängigkeit.
Die hier präsentierten Tests beruhen auf keinerlei finanziellen Interessen,
sondern sind aus reiner Anwendersicht.
Die Wahl von Telefonnummern über ein Handy macht wenig Spaß, wenn man den PDA vor die Infrarotschnittstelle
halten muß, um einen Kontakt hinzubekommen. Nun ist die Bluetooth-Technologie immer verbreiteter, und durch
die Verwendung von Funk als Träger der Telefonsteuerungmacht das ganze Sinn.
Nur durch Zufall hat sich gezeigt, daß ein schon lange vor der Verbreitung von Bluetooth auf den Markt
gekommenes Programm dies bereits unterstützt: Applian´s Dial-A-Matic. Stellt man als Port des Modems COM4: ein, wird die Wahl der aus
den Kontakten oder über konfigurierbare Sofortwahlbuttons ausgewählten Nummer direkt über eine Anycom
Blue oder Socket Bluetooth-Karte ans Telefon weitergeleitet.
PREIS: USD 9,95
FAZIT: Kleines Programm mit großer Wirkung
PocketLANCE
So ähnlich Windows CE seinen Desktop-Geschwistern ist, eine Funktionalität wird immer noch sehr stiefmütterlich
behandelt: Der Zugriff auf im Windows-Netzwerk freigegebene Resourcen. Mit Programmen wie dem PE
Net Explorer kann man zwar ein freigegebenes Laufwerk (dessen Server und Freigabenamen man kennt) mounten,
aber dies besitzt bei weitem nicht den Komfort der Netzwerkumgebung, wie man sie vom Desktop gewohnt ist. PocketLANCE von Cresotech ist ein Programm, das genau
diese Lücke verfügbarer Anwendungen schließt.
Nach Installation hat man bei bestehender ActiveSync-Session Zugriff auf die Serverliste des Desktop-PCs. Dort
kann man auf alle Resourcen zugreifen und durch die freigegebenen Datenträger browsen. Dateien können
von den Desktop-Laufwerken kopiert und auf das mobile Gerät kopiert werden. Um das Verfahren andersherum durchzuführen,
startet PocketLANCE den CE-internen Explorer und verwendet die Zwischenablage, um zu kopierende Dateien des PocketPC
aufzunehmen und von dort aus auf den Desktop zu kopieren.
Eine Version, die auch ohne ActiveSync arbeitet, befindet sich momentan in der Entwicklung.
Ganz "nebenbei" schafft PocketLANCE auch die Möglichkeit, per Wählverbindung mit einem Modem
oder Mobiltelefon vom PocketPC auf das Heimnetzwerk zuzugreifen.
PREIS: USD 39,-
FAZIT: Teuer, aber für den Betrieb eines PocketPC im Netz unbezahlbar!
Pocket Calculator
Der Windows CE-interne Taschenrechner ist nicht wirklich das, was man sich unter einem richtigen Taschenrechner
vorstellt. GDATA hat mit dem Calculator aus seiner Power-Applications-Reihe
einen Taschenrechner vorgestellt, der über 100 Funktionen in drei Layers (verschiedenen Oberflächen)
bietet.
Intuitiv zu bedienen, grafisch ansprechend und schnell, also für den täglichen Gebrauch absolut geeignet.
Eine optimale Ergänzung dazu ist sicherlich PlotAGraph!
FAZIT: Umfassender Taschenrechner ohne Grafikfunktionen, aber mit mehr als 100 technischen/wissenschaftlichen/finanzmathematischen
Funktionen
Pocket Mascot
Es gibt Programme, die eigentlich keine wichtige Funktion haben, und trotzdem sind sie klasse. Zu dieser Kategorie
zählt sicherlich Pocket Mascot von JGUI.
Das Programm läßt nach seinem Start die Auswahl einer Figur zu, die dann in regelmäßigen
Abständen auf dem iPAQ-Display erscheint und einfach einen markigen Spruch bringt ("Hi there, how are
you", etc.) Dies geschieht nicht so oft, daß es stört, ist aber immer wieder ganz witzig. Ich fühle
mich immer wieder an meinen Dackel erinnert, der unauffällig irgendwo liegt, und plötzlich neben einem
steht, wedelt und um eine Streicheleinheit bettelt. Einfach witzig.
Im Standard-Lieferumfang sind Lara Croft (Tomb Raider), Maria (der Roboter aus Metropolis) und Gandalf (Zauberer
aus Tolkiens Herr der Ringe) dabei, weitere Skins lassen sich (meist als Freeware) downloaden. Besonders schön
ist die Möglichkeit, eigene Figuren zu entwerfen. Dazu werden die Grafik der leeren Sprechblase und die einzelnen
Posen der Figuren als Bitmaps gespeichert und in einem einfaches Textfile (was sich leicht aus den vorhandenen
modifizieren) läßt samt Kommentaren zugeordnet.
PREIS: USD 24,99
FAZIT: Witzige Ergänzung, allerdings nicht ganz billig.
Turn Me On
Wem die Begrüßung des Heute-Bildschirms nicht reicht, der kann sich mit TurnMeOn auf per Sprache begrüßen lassen. In der Lite-Version, die Freeware ist,
kann man den Startsound nur aus den System-Sounds auswählen, in der Professional-Version kann man frei irgendeine
Wave-Datei wählen und aus vorgefertigten Sounds wählen. Weitere Sound Packages sind als Freeware zu downloaden.
So findet jeder Benutzer den Sound, den er möchte.
PREIS: Lite-Version Freeware, Pro Version USD 14,99
FAZIT: Systemergänzung, an die Microsoft auch selber hätte denken können!
Applian TextAloud MP3
Wer kennt das Problem nicht? Massig Mails zu lesen, aber leider muss man Auto fahren. Der Wahnsinnige tut es
trotzdem und riskiert einen Unfall, der Vorsichtige tut es nicht und ärgert sich stundenlang voll gespannter
Erwartung, um dann doch festzustellen, dass eine der Mails eine direkte Reaktion erfordert hätte. Was also
tun? Unified Messaging bietet unter anderem das Vorlesen der Mails am Telefon an, aber auch das ist eine Lösung,
die nicht wirklich befriedigen kann, sind doch die Mobil-Telefonie-Kosten nicht unerheblich.
Einen anderen Ansatz bieten NextUp und Applian in ihrer Kooperation mit TextALoud
MP3:
Das Programm läuft auf dem Desktop und wandelt beliebigen Text in eine MP3-Datei um, indem mit einer Engine,
die sich mit verschiedenen Stimmen (amerikanisches Englisch, Deutsch, Niederländisch, Französisch, Italienisch,
Spanisch, Portugiesisch und Britisches Englisch, jeweils männlich oder weiblich) versehen lässt. Die
Stimmen lassen sich hier
downloaden.
Die Engine liest aus der Zwischenablage und erzeugt wahlweise eine direkte Wiedergabe auf dem PC, eine WAV-
oder MP3-Datei. Letztere lässt sich natürlich besonders gut auf den PDA übertragen und dort vorlesen.
Ich habe TextALout MP3 jetzt einige Tage getestet und mir einiges an Texten, die ich zumindest grob vom Inhalt
her kennen sollte, mit ins Auto genommen. iPAQ an eine handelsübliche Adaptercassette und diese ins Autoradio,
und schon ist die personalisierte "Radiosendung" mit den eigenen Inhalten verfügbar.
Es bleibt nur zu hoffen, dass eine solche Lösung auch irgendwann direkt auf die PDAs portiert wird und dort
ohne vorherige Umwandlung auf dem PC Mails vorlesen kann!
PREIS: USD 19,95
FAZIT: Der Geschichtenerzähler für unterwegs. Einfach, aber effektiv.
PlotAGraph
Taschenrechner gibt es für den iPAQ fast wie Sand am Meer, aber eine Funktion, die man von den moderneren
Taschenrechnern gewohnt ist, haben die meisten nicht: Den Funktionenplotter, also die grafische Darstellung der
gewünschten Funktionen in einem Koordinatensystem. FuturePDAs
PlotAGraph füllt diese Lücke.
Die Eingabe der Funktionen geschieht über einen "Funktionenrechner", der alle verfügbaren
Funktionen und Variablen in einer Taschenrechner-ähnlichen Oberfläche zur Verfügung stellt. In der
Standard-Einstellung wird der Graph dann auf grünem Millimeterpapier dargestellt, das eine Nachverfolgung
der Werte ermöglicht. Was ein wenig fehlt, ist das Punkt-für-Punkt-Tracing des Graphen, mit dem z.B.
Schnitt- oder Wendepunkte bzw. Nullstellen grafisch bestimmt werden könnten.
PREIS: USD 15,-
FAZIT: Funktionale Software zur Visualisierung von Funktionen.
Vonken Software: Pocket
Lookout
So schön die Mobilität der Outlook-Daten ja ist, so ärgerlich ist es, daß man keine Unterordner
mitnehmen kann. So gut wie niemand hat nur den Posteingang. Meist kategorisiert man Termine und Mails, und auch
die gesendeten Mails können unterwegs durchaus von Interesse sein.
Vonken Software hat mit Lookout nun eine Lösung veröffentlicht, die durch Link an Microsoft Outlook
und die Auswahl der zu exportierenden Ordner größtmöglichen Freiraum erlaubt. Beim Start der Software
wird die Verbindung zu Outlook hergestellt und die vorhandenen Ordner ausgelesen. Die Auswahl, welche Ordner nun
mit welchen Parametern (welcher Zeitraum, Emails mit oder ohne Anhänge) verwendet werden sollen, wird als
Profil gespeichert. Somit sind verschiedene Detailtiefen möglich.
Die Software besteht aus zwei Komponenten: Ein Server auf dem PC, der den Export der Daten regelt, und ein Client
auf dem iPAQ, der die synchronisierten Daten mit einer grafischen Oberfläche darstellt. Auf dem iPAQ funktioniert
die Navigation vergleichbar zur PC-Version von Outlook. Die Ordner werden in einer Baumstruktur dargestellt, mit
einer wie von einem Browser gewohnten Navigationstaste kann in Detailebenen nach oben gewechselt werden.
Das Programm ist parametrisierbar, d.h. man kann sich für die Serverversion auf dem Desktop eine Verknüpfung
anlegen (... /profile=xxx /export), mit der beim Start automatisch ein bestimmtes Profil geladen und der Export
automatisch gestartet wird. Ebenfalls kann eingestellt werden, dass Lookout bei jedem Start von ActiveSync startet.
Lookout existiert in einer Standard- und einer Pro-Version, von denen nur letztere Anhänge, Kalendereinträge
und das Journal (welche Datei wurde wann wie lange geöffnet) unterstützt.
FAZIT: Erst mit Lookout hat man sein Outlook wirklich unterwegs verfügbar!
SignOn
Der Schutz der mobilen Daten ist eine wichtige Sache. Nicht nur aus datenschutzrechtlichen Aspekten sollte man
sich darüber klar sein, dass ein unbeaufsichtigtes mobiles Gerät eine Einladung an jeden ist, einmal
durch die Notizen, eMails oder Kontakte zu stöbern. Zum einen kann jedes mobile Gerät durch ein Kennwort
beim Einschalten geschützt werden, zum anderen gibt es nun mit Sign-On
eine Software, die einen Zugang durch die Unterschrift ermöglicht.
Jetzt kann man mit gesunder Skepsis anmerken, dass das ja nun kein wirklicher Schutz sei, denn eine Unterschrift
kann man kopieren und fälschen. Erste Idee dazu: Unterschrift auf einen Zettel malen und durchschreiben: Geht
nicht, das iPAQ-Display hat damit Probleme. Zweite Idee: Unterschrift vom Zettel abmalen lassen. Zwei Stunden später:
Immer noch kein Zugriff. Unterschreibe ich selbst, dann komme ich (nach Abgabe meiner drei Schriftproben, die das
Programm zum Einrichten braucht) jedes Mal ohne Probleme rein. Selbst wenn man dann mal des Schreibens nicht mehr
mächtig ist (sich seiner Unterschrift nicht erinnert bzw. nicht mehr in der Lage ist, sie zu schreiben, weil
z.B. kein Stift zur Verfügung steht), kann man immer noch auf die Eingabe eines Passworts ausweichen. Dies
ist durchaus auch vorteilhaft, wenn man jemand anderem Zugriff auf das eigene mobile Gerät gewähren möchte.
PREIS: USD 19,95
FAZIT: Es gibt keinem absoluten Schutz, aber Sign-On ist auf jeden Fall nahe dran.
Remind ME!
Mal eben schnell unterwegs eine Erinnerung eingeben... Aber wie? Applian's RemindMe! ist ein kleines Tool, das ähnlich der internen Notizen aufgebaut ist.
Es kann Zeichnungen, getippte Notizen und Voicememos aufnehmen, die im Handumdrehen erstellt werden können.
Das so erstellte "elektronische PostIt" kann mit einem Handgriff mit einem Termin versehen werden (entweder
als Timer "In xx Minuten/Stunden", etc., oder aber wirklich mit Datum und Zeit.
Zur Einstellung bedarf es nicht mal der Verwendung der Tastatur, denn das Verstellen der Timerangaben funktioniert
auch durch +/- Tasten. Egal, ob das mobile Gerät dann ein- oder ausgeschaltet ist, der Alarm geht zum eingestellten
Zeitpunkt los, die Notiz wird angezeigt und der Klang des Voicememos wird abgespielt.
PREIS: USD 14,95
FAZIT: Einfach, schnell, effizient!
Lupin's Diary
Die Darstellung von Terminen und anderer wichtiger Daten kann auf verschiedene Arten stattfinden. Klassisch
, wie standardmäßig von Pocket Outlook angeboten, oder bunt und konfigurierbar, wie es z.B. Lupin's
Diary von CECraft macht.
Lupin ist eine Romanfigur des französischen Autors Maurice Leblanc, die hierzulande vor allem in Schulen
(als Lektüre) verwendet wird. Der Detektiv sammelt Informationen, und diese werden in seinem Tagebuch zusammengefaßt.
Wer den Microsoft Media Player verwendet, der kennt die Möglichkeit, ihn durch sogenannte Skins grafisch anzupassen.
Genau dies ist eines der Kernfeatures, die Lupin's Diary bietet. Im Lieferumfang finden sich fünf Skins, die
jeweils thematisch das Aussehen von Kontakten, Terminen, Aufgaben, etc. bestimmen, im Internet findet sich eine
stetig wachsende Zahl kostenlos zum Download. Wer jetzt meint, das Programm sei nur ein "Schöner Schein",
der sollte sich mal die grafische Wochenensicht anschauen!
PREIS: USD 19,95
FAZIT: Nicht zum Leben notwendig, aber den multimedialen Fähigkeiten des iPAQ angemessen und einfach
schön!
IP Manager
Die Verwendung des iPAQ in unterschiedlichen Umgebungen, an unterschiedlichen Orten und im Endeffekt damit an
unterschiedlichen Rechnern ist auf Grund der Portabilität meist der Normalfall. Leider bedingt dies meist
auch unterschiedliche Konfigurationen im Hinblick auf Internet-Zugang (Proxy, etc.) und Active-Sync-Verbindung.
Der IP Manager von KelBran Software schafft dazu eine
automatisch erstellte Datenbank, aus der bei jedem Softreset die entsprechende Konfigration ausgewählt werden
kann. Das schöne an der Sache: Die Zahl der Verbindungen ist nicht limitiert (Standard bei ActiveSync sind
max. 2 Verbindungen). Viel Flexibilität also für den Poweruser!
PREIS: USD 15,00
FAZIT: Der doppelte Boden für das Netzwerk.
NYDitot Virtual Display
Den iPAQ in den Landscape-Modus bringen? Gab´s das nicht schonmal? Richtig, bisher
unangefochten und ohne Konkurrenz in diesem Segment: JimmySoftware´s Landscape.
Nun hat sich eine Firma namens NYDitot auf den Weg gemacht, sich ein Stück von dem (den Verkaufszahlen nach)
großen Kuchen abzuschneiden. Und eins sei vorab gesagt: JS, zieht Euch warm an!
Virtual Display unterstützt beliebige Auflösungen bis zu einem Maximum von 2040*2040 Punkten. Es ist
schon richtig, dass solche Auflösungen absolut illusorisch sind, aber in der Konsequenz lässt sich auch
jede andere Auflösung in diesem Rahmen wählen. Der Benutzer kann also frei so lange die Auflösung
erhöhen, bis für das spezifische Display seines PDAs die Grenze zwischen höherer Auflösung
und Lesbarkeit des Displays erreicht sind, ohne auf feste Auflösungen eingeschränkt zu sein.
Neben der Wahl der Auflösungen beschränkt sich Virtual Display nicht auf die normalen
Modi Portrait (normale Ansicht) und Landscape (um 90 Grad gedreht), sondern lässt eine komplette Rotation
des Bildes in 90-Grad-Schritten zu, kann also auch auf dem Kopf stehend und nach rechts rotiert dargestellt werden.
Dies ist bei Anwendungen vorteilhaft, bei denen die Position der Hardwaretasten dem Bild im Wege stehen und auf
diesem Wege "wegrotiert" werden können. Alle hier vorgenommenen Einstellungen können unter
eigenen Profilnamen abgespeichert werden, um so jederzeit wieder mit einem Klick aufgerufen werden zu können.
Eine weitere schöne Funktion stellt das Zoom-Center dar. Entweder kann eine Auflösung auf dem Bildschirm
komplett dargestellt werden ("Compress to Screen"), oder aber man zoomt an eine bestimmte Stelle, an
der dann der Bildschirminhalt in einem 240*320 großen Fenster dargestellt wird, in dem durch das Zoom-Center
entweder klickweise navigiert werden kann oder aber direkt in die jeweiligen oberen und unteren linken und rechten
Ecken gesprungen werden kann (dies ist u.a. interessant, wenn man an den OK-Button oben rechts kommen muß).
Und noch ein ganz wichtiger Aspekt: Virtual Display hat in den hohen Auflösungen kaum Performance-Einbußen,
auch bei einer hohen Auflösung findet der Bildaufbau noch quasi flüssig statt.
Einziger Nachteil bisher: Im Gegensatz zu JS Landscape funktioniert Virtual Display leider nicht mit der Voyager-VGA.
Eine Untersuchung dieses Umstandes wurde mit zugesichert, mehr dazu, sobald weitere Informationen vorliegen.
PREIS: USD 12,95 als Einführungsangebot bei Handango.
FAZIT: Stabile und wohldurchdachte Software, die ungemein flexibel ist.
IA Style Presenter Suite
Die Möglichkeit, den iPAQ an einen externen Monitor anzuschließen (durch die Voyager-VGA) ist mittlerweile weithin bekannt und gerne genutzt. Bisher war meist das Problem,
dass man zwar den Bildschirminhalt darstellen konnte, nicht aber höher auflösende Grafiken als 240*320
Punkte. Wollte man dies, dann bieb nicht viel anderes übrig, als Jimmy Software´s Landscape zu verwenden,
was wiederum deutliche Performance-Einbußen bedeutet.
Die Presenter Suite von IAStyle setzt genau hier an: Im Gegensatz
zu Conduit´s Pocket Slides verwendet die Presenter Suite nicht das native PPT-Format, sondern stellt Grafiken
der Standardformate dar. Die Ausgabe erfolgt entweder auf dem Screen des iPAQ, Hauptausgabemedium sollte aber die
Voyager VGA von ColorGraphic sein.
Am einfachsten stellt sich die Anwendung vielleicht im Ablauf der Verwendung einer Powerpoint-Präsentation
dar: In Powerpoint wird die Präsentation gespeichert, wobei als Format nicht das Powerpoint-Format (PPT) verwendet
wird, sondern "JPEG-Format (File Interchange) (*.jpg)". Über diesen Weg wird ein neues Verzeichnis
angelegt, das jede einzelne Folie als JPG-Datei enthält. Ein Qualitätsverlust zum nativen PPT-Format
ist zumindest subjektiv nicht zu bemerken. Sinnvollerweise lässt man den Export schon in das Datenverzeichnis
des iPAQ auf dem Desktop (z.B. Desktop\iPAQ3660 My Documents) laufen, dann ist die Präsentation beim nächsten
Sync-Vorgang direkt auf dem mobilen Gerät.
Startet man dann auf dem iPAQ die Presenter Suite und wählt Tools->VGA Slideshow, dann wird bei eingelegter
Voyager das Bild in der gewünschten Auflösung (640*480 oder 800*600) auf den externen Bildschirm gebracht.
Präsentationen sehen so aus, als würden sie von einem PC mit entsprechender Auflösung und Powerpoint
dargestellt, Bilder sehen aus wie auf einem Fernseher. Auf Wunsch kann man das ganze als Diashow mit festlegbaren
Wechselzeiten laufen lassen, kann die Übergänge zwischen den Folien definieren und Anmerkungen hinzufügen.
Neben der Präsentation von Grafiken wird hier also wieder Funktionalität von Powerpoint hinzugefügt.
Neben der reinen Presenter Suite gibt es dann noch den IA VGA Mirror, der die Ausgabe des aktuellen Bildschirminhalts
des iPAQ auf einen Monitor ermöglicht.
PREIS: USD 39,95
FAZIT: Wer eine Voyager besitzt, MUß dieses Programm haben!
MAD Journal
So hochtechnisiert wir sein mögen, und so sehr wir uns auf den PDA verlassen, es gibt immer Situationen,
in denen man sich Zettel und Stift wünscht. Mal eben eine Notiz eingeben, ohne dabei viel rumklicken zu müssen,
und diese Notizen dann auch noch strukturiert an Tage heften. Diese Anwendung wird auf hervorragende Weise vom
MAD Journal von Absolutely Mad Software erfüllt.
Das Programm startet in Form eines Ringbuchs, das am Tag des aktuellen Systemdatums aufgeschlagen ist. Auf der
Seite lassen sich nun per Ink (Freihandeingabe), Text (über die Soft-Tastatur) und Voice Recorder Einträge
eingeben, wie die Informationen gerade hereinkommen.
Die Einträge werden nicht, wie in anderen Applikationen gewohnt, unter Dateinamen abgespeichert, sondern unter
dem Tagesdatum abgelegt. So kann man bequem Telefonnotizen, Einkaufszettel, einfach alle Informationen, die man
unterwegs mal eben aufnehmen muß, eingeben und verwalten.
PREIS: USD 14,95
FAZIT: Die Funktion eines Notizblocks für den elektronischen Helfer: Einfach, aber genial.
PocketMindMap
Wer Ideen schnell und umfassend aufschreiben will, der hat meist ein
Problem: Normale Programme oder das klassische Blatt Papier sehen nach kürzester Zeit ziemlich chaotisch aus,
und nachträgliche Korrekturen werden fast ummöglich. Ganz abgesehen davon, daß die Notation, wie
man sie in einem PDA oder auf einem Blatt Papier verwenden kann, nicht dem Denken des Menschen entspricht. Der
Mensch denkt visuell. Seit einiger Zeit versucht man nun, das Prinzip des "Visual Thinking" oder "Mind
Mapping" in Programmen umzusetzen, und der bekannteste Vertreter dieser Gattung ist sicherlich der Mindmanager, ebenfalls interessant Ygnite.
Schade, daß man eine solche Software genau dann nicht zu Verfügung hat, wenn man sie am Dringendsten
braucht: On the Go. Wo hat man spontan die meisten Ideen, wo schafft man es, komplexe Gedankenkonstrukte detailliert
zu planen? Unterwegs, wenn man genau mit dem zu erfassenden Problem befaßt ist. Setzt man sich dann an den
PC, dann ist einiges an Ideen bereits vergessen.
Die Firma JKRB-Software hat nun mit PocketMindMap eine unglaublich
leistungsfähige Lösung auf den Markt gebracht. Nicht nur, daß man MindMaps mit ihren Unterebenenen
und Anordnungen per Drag and Drop erstellen kann, das alleine wäre schon interessant. Man kann dazu z.B. Hyperlinks
erzeugen (im Beispiel unten: Der blaue Pfeil neben Worldofi->Updates->Member's area verweist auf Worldofi->Zugriffskontrolle->Member'a
Area. Klickt man auf den blauen Pfeil, dann zentriert sich die Darstellung um das gelinkte Element).
Möchte man Bezüge zwischen einzelnen Elementen kenntlich machen (in der
Abbildung durch den blauen Pfeil zwischen "mobile news" und "pocket.at"
dargestellt), dann ist dies ebenfalls kein Problem, dies sogar mit unterschiedlichen Bedeutungen ("Wird abgeleitet
von", "Voraussetzung für", "Vorfahre von", etc.). Das Hinterlegen von längeren
Texten, die Verknüpfung von Aufgaben zu Elementen, die freie Formatierung mit Farben, Aufgaben (siehe unterer
Ast), handschriftliche Notizen (siehe oben, "Daily News"), etc., schier unendliche Möglichkeiten,
Informationen, Ideen und Gedanken zu hinterlegen. Wenn das Mindmap selbst zu umfangreich wird, lassen sich einzelne
Zweige als neue Mindmaps anlegen, die durch einen roten Pfeil gekennzeichnet sind. Anklicken führt dann direkt
in das "neue" Mindmap, wobei alle Daten trotzdem in einer Datei stehen. Die "neuen" Mindmaps
lassen sich ebenfalls wieder in das große einfügen.
Die fertigen MindMaps lassen sich als Bitmaps (*.BMP) exportieren und sind
somit auch auf dem PC weiterverwendbar (allerdings nicht zu bearbeiten). Schön und ungemein mächtig sind
aber die anderen Möglichkeiten des Exports: Das native Format der PocketMindMaps ist XML (Extended Markup
Language). Die Maps lassen sich also mit den entsprechenden XML-Tools ohne Probleme weiterverarbeiten. Was mich
aber am allermeisten fasziniert, ist die Tatsache, dass man sich die MindMaps als eine Gliederungsansicht anzeigen
lassen kann, die exportierbar ist. Entweder als reiner Text (inklusive Nummerierungen!) in die Zwischenablage (und
von dort aus z.B. in Word) oder aber als HTML, so dass man in Word direkt damit als Gliederung weiterarbeiten kann.
Damit findet also eine direkte Umsetzbarkeit der grafisch anschaulichen Darstellung in ein normales Dokument und
damit zum PC, der die Informationen weiter dokumentieren soll, statt.
Demo-MindMaps stehen auf der PocketMindMaps-Homepage zu Download bereit.
PREIS: DM 93,66 (oder USD 42,-)
FAZIT: Fazit: DAS Tool für jeden, der seine Ideen schnell und strukturiert
niederlegen will.
Mobile Vault
Ein fatales Problem. Da hat man eine Sicherung seines iPAQ auf den PC gespielt, will sie z.B. nach einem ROM-Update
wiederherstellen, und dann meldet ActiveSync, die Sicherung wäre mit einer anderen Geräte-ID erstellt
worden und könne nicht wiederhergestellt werden.Hat man dann die Daten nicht mehr im Outlook verfügbar,
oder man möchte eine interne Datenbank oder einfach nur die Kontakte oder Termine alleine wiederherstellen,
dann hat man im Normalfall schlechte Karten. Für solche Fälle gibt es nun von AnyWare Consulting Mobile Vault.
Das Programm ermöglicht das Öffnen einer Sicherungsdatei (wie sie in ActiveSync durch Extras->Sichern/Wiederherstellen
erzeugt wird), und splittet diese in ihre Bestandteile auf: Den Ordner My Documents, die Programme, das Windows-Verzeichnis
und die Windows CE-Datenbanken. Diese (siehe im Bild oben) enthalten sowohl die internen Datenbanken wie Kontakte,
Aufgaben und Termine, als auch programmspezifische Datenbanken. Klickt man mit der rechten Maustaste auf eine der
Datenbanken, kann man sie entweder auf das mobile Gerät oder auf das Desktop des PCs wiederherstellen. Letztere
Möglichkeit hat den zusätzlichen Reiz, daß man seine Daten dann nicht in binärer Form, sondern
im Textformat hat und sie somit zur Not auch in andere Programme einlesen kann.
PREIS: USD 39,95
FAZIT: Warum gehört sowas nicht zum Windows CE-Standard?!
PE NET Explorer
Auf jedem Desktop-PC in einem Netzwerk können Laufwerke für den Zugriff im Netzwerk freigegeben werden.
Dies ist wichtig, um Daten schnell von einem Gerät auf ein anderes übertragen zu können, ohne dazu
physische Datenträger wie Disketten oder CDs verwenden zu müssen. Eine Funktionalität, die auf jedem
normalen Windows-PC zum Standardrepertoire gehört, unter Windows CE 3.0 aber leider nicht installiert ist.
Ist die Funktionalität des Durchsuchens de Verzeichnisse des mobilen Geräts durch ActiveSync möglich,
so kann das mobile Gerät nicht auf die Laufwerke des Desktop-PCs zugreifen. Dies ist vor allem dann unschön,
wenn der Desktop-PC, dessen Daten man benötigt, nicht direkt vor Ort ist und nur durch das Netzwerk zugänglich
ist.
Wie immer wäre aber Windows CE nicht Windows CE, wenn sich nicht in kürzester Zeit ein findiger Programmierer
fände, der diese Anforderung durch ein Zusatzprogramm realisiert. So auch hier: Die Firma Vieka hat den PE Net Explorer entwickelt, der das Verbinden des mobilen Geräts mit einem
Windows-PC erlaubt und den Zugriff auf dessen im Netzwerk freigegebene Laufwerke (das sogenannte "Mappen")
erlaubt.
Die Einrichtung des Programms ist relativ simpel:
Nehmen wir für das Beispiel an, dass der Desktop-PC, mit dem Verbunden werden soll, den Namen "DELL INSPIRION"
hat (dieser Name wird bei der Konfiguration des Desktop-PCs für den Netzwerkbetrieb vergeben), dass dieser
seine Festplatte C: freigegeben hat (in dem im Windows Explorer mit der rechten Maustaste auf das Laufwerk geklickt
wird, dann "Freigabe" gewählt wird und "Freigeben als:" "C" eingerichtet wird).
Unter View->Options->Net können im PE Net Explorer die einzelnen Laufwerke definiert werden:
Session: frei zu vergebender Name des Laufwerks, wie es auf dem mobilen Gerät erscheinen soll.
Server: Der Name des Rechners im Netzwerk, mit dem verbunden werden soll (nicht seine IP-Adresse!), im Beispiel
"DELL INSPIRION"
Share: Der Name des freigegebenen Laufwerks auf dem Desktop-PC, im Beispiel "C"
User Name: Der Name eines für den Zugang zum Desktop-PC zugelassenen Benutzers (meist der Anmeldename, hier
"Andreas Erle").
Domain: Der Name der Netzwerkgruppe, in der beide Geräte sich befinden, in Windows standardmäßig
"WORKGROUP"
Password: Das Passwort für den obigen Benutzer, sollte dieser sich ohne Passwort im Netz anmelden, dann kann
dieses Feld auch freigelassen werden, wird ein Passwort eingegeben, dann macht es Sinn, die Tickbox "Save
Password" anzuklicken, damit dies gespeichert wird.
Wichtig ist ebenfalls, "Save Session" anzuhaken, damit die soeben eingerichtete Laufwerkszuordnung jederzeit
wieder ausgewählt werden kann, ohne sie erneut konfigurieren zu müssen.
Nach einmal erfolgter Einrichtung einer Laufwerkszuordnung kann diese nun unter File->Map Network Drive durch
Auswahl der oben angelegten Session angewählt werden.
Das Laufwerk des Desktop-PCs erscheint nun im Explorer-Fenster unter seinem Namen und kann durch Anklicken und
Doppelklicken ebenso verwendet werden wie ein Laufwerk auf einem normalen PC:
In der momentanen Version ist das Öffnen einer entfernten Datei durch einen Doppelklick noch nicht implementiert,
dies wird aber in kurzer Zeit ebenfalls möglich sein. Das Kopieren von Dateien zwischen beiden Geräten
funktioniert aber einwandfrei. Durch Verwendung des PE Net Explorers gewinnt das mobile Gerät also unbeschränkten
Zugriff auf alle freigegebenen Laufwerke im Netzwerk.
PREIS:
FAZIT: Unverzichtbar für die Arbeit im Netz!
FieldSoftware PocketPixPrint/PrintPocketCE
Warum auch immer: Die PocketPC-Variante von Windows CE kann standardmäßig nicht drucken. Wo die PocketOffice-Anwendungen
bei einem Handheld-PC den Druckbefehl haben, klafft bei den kleinen Geschwistern eine Lücke.
Natürlich wäre Windows CE nicht Windows CE, wenn nicht ein findiger Programmierer irgendwann mal ein
Programm für diese Anwendung entwickeln würde. FieldSoftware
hat neben der reinen Druckvariante für Notizen und Word-Dokumente (Excel-Dateien haben ein proprietäres
Format, dessen Aufbau Microsoft nicht veröffentlicht), PrintPocketCE, nun eine Version
für den komfortablen Druck von Bildern (JPG, BMP, GIF und PNG) auf den Markt gebracht: PocketPixPrint.
Die Software hat zwei Kernfunktionen: Den Druck von Thumbnails (also kleinen Versionen der Bilder, um wie bei
einem Indexprint einen Überblick über die vorhandenen Bilder und ihre Namen zu bekommen) und den Druck
eines Bildes in beliebiger Größe und Ausrichtung.
Entweder wählt man aus der oben abgebildeten Übersicht ein Bild aus, das dann alleine gedruckt wird,
oder man markiert ein Verzeichnis und wählt unten Thumbnails.
Die Einstellmöglichkeiten sind schier unbegrenzt, und die Auswahl der Drucker sollte keinen Wunsch offen
lassen (sowohl in Farbe als auch in Schwarz/Weiß):
Schön dabei, daß man auch ohne Probleme die portablen Drucker wie den HP Deskjet 350cbi ansprechen
kann. Warum soll man im Urlaub Karten kaufen, wenn man doch im Zusammenspiel mit iPAQ, Digitalkamera und Drucker
selber viel schönere machen kann?
PREIS: USD 19,95 für PocketPixPrint, USD 39,95 für PrintPocketCE
FAZIT: Stabile und wohldurchdachte Software, die sich nicht nur durch Funktionalität, sondern auch
durch den Service des Entwicklers (konsequente Weiterentwicklung) auszeichnet.
DeveloperOne´s
Pocket AutoGraph
Wie schön, daß man endlich sein Excel mit auf die Reise nehmen kann. Zahlen, Daten, Dia.... nicht-gramme....
Schade! Und gerade im Bereich der grafischen Präsentation von Daten im Rahmen eines Balkendiagramms oder Pie-Charts
sehen viele Anwender die große Stärke von Excel. Eine der Limitationen der Pocket-Office-Versionen ist
leider, daß PocketExcel keine Möglichkeit bietet, Diagramme einzufügen.
Aber wie immer gibt es eine Lösung: DeveloperOne
(u.a. bekannt durch AgendaToday und CodeWallet) haben jetzt ein Programm auf den Markt gebracht, was diese Lücke
schließt: Pocket AutoGraph.
Da Microsoft das Format von Excel proprietär hält, war eine Integration in Excel nicht möglich,
also hat man sich für eine eigenständige Anwendung mit Zuhilfenahme der Zwischenablage entschieden.
Dankbarerweise ist der Startbildschirm des Programms auch gleichzeitig die Anleitung:
Das Verfahren ist denkbar einfach: In Excel die entsprechenden Daten markieren, in Autograph wechseln, "Options->Paste
Data from Clipboard" wählen, den entsprechenden Graphtypen (Balken, Säulen, Balken mit Beschreibung
wie oben, Linie, Kuchen, Streudiagramm und Stockchart) auswählen und vielleicht noch einige Formatierungen
vornehmen (Beschriftungen, Farben, etc.). Ist das Aussehen des Graphen einmal wie gewünscht, dann läßt
sich das Ergebnis entweder als BMP-Datei speichern oder wieder in die Zwischenablage zurückkopieren und damit
unbegrenzt weiterverarbeiten.
PREIS: USD 14,95
FAZIT: Eigentlich sollte sowas zum CE-Standard gehören!
Gigabar
Es gibt mittlerweile viele Programme, die sich der Verwaltung der laufenden Anwendungen annehmen (Taskswitcher
wie z.B. PocketNav). Nichts desto Trotz kennt man vom normalen PC zuhause auch die schönen Symbolleisten und
deren Konfigurierbarkeit, die einen schnellen Zugriff auf viel verwendete Programme oder Funktionen des Systems
zulässt.
Ein Programm, was dies alles für PocketPCs vereint, ist Gigabar... (mehr)
FAZIT: Leistungsstark, unverzichtbar und kostenlos!
Internet Monitor
Gerade, wenn man mit einer mobilen Lösung (Cardphone, Handy mit Karte oder Infrarotschnittstelle) unterwegs
Verbindungen zur Mailbox oder dem Internet aufbaut, ist es am Ende eines Monats immer eine Lotterie, wie hoch die
Rechnung ausfällt. Das vor allem, weil der Überblick über die aufgebauten Verbindungen fehlt.
Die Firma Solar aus der Slowakei hat dafür eine Anwendung
entwickelt: Internet Monitor.
Das Programm erfaßt Datum. Uhrzeit und Dauer einer jeden Verbindung, die vom iPAQ aus gestartet wurde,
inkl. der ActiveSync-Sessions und jeder Wählverbindung. Die Anzeige läßt sich nach jeder einzelnen
Verbindung (oben für den mobilen Teil z.B. 'Cardphone' filtern und gibt dann automatisch nur die entsprechenden
Daten und eine Summe an. Leicht nachzuhalten also, wie lange man mobil im Internet war, und damit auch grob zu
überschlagen, ob man im nächsten Monat besser den iPAQ zuhause läßt...
Exklusiv für die World of i wurde in Zusammenarbeit eine deutsche Version erstellt. Mitglieder der WOI
bekommen auf den Preis unten 10% Rabatt. Bestellung hier.
FAZIT: Unverzichtbar zur Kostenkontrolle im mobilen Einsatz!
Battery Monitor
Die Abfrage des Batterieladezustand zu erhalten, ist eine leidige Angelegenheit, entweder muß man sich
quer durch die Systemsteuerung hangeln, oder man installiert sich eine Software, die diese Anzeige übernimmt.
Langweilig, wenn man dann nur einen einfachen Balken hat, der den Füllstand der Batterie anzeigt.
Eine etwas andere Lösung kommt von Solar in der Slowakei:
Battery Monitor.
Das Programm zeigt nicht nur an, wie voll die Batterie im Moment ist, sondern auch bisherige Laufzeit, hochgerechnete
Restlaufzeit, Standbyzeit in diesem Ladezyklus und zu guter letzt fürs Auge noch eine grafische Darstellung
des Ladezustands über die Zeit. Nebenbei erscheinen unten noch die Belegung des Daten- und Programmspeichers
und der Speicherkarte. Zugriff erfolgt über den heute-Bildschirm oder einen Taskmanager.
PREIS: USD 9,95/DM 19,95
FAZIT: Gute Hilfe für denjenigen, der seinen iPAQ netzunabhängig verfügbar haben will und
alle wichtigen Parameter im Auge haben möchte.
Taskswitcher PocketNav
Eine der ärgerlichsten Seiten aller Windows CE-Varianten ist immer noch die Tatsache, daß Programme
bis auf wenige Ausnahmen nicht zu beenden sind. Unter den PC-Versionen von Windows besteht grundsätzlich die
Möglichkeit, durch Datei->Beenden oder eine ähnliche Option ein Programm zu verlassen und den von
ihm belegten Speicher freizugeben. Gerade bei den relativ geringen Speichergrößen von Windows CE-Systemen
(meist 32MB) und der Aufteilung dieses Speichers zwischen Programm- und Datenspeicher macht es Sinn, hier Abhilfe
zu schaffen.
Der von Microsoft vorgeschriebene Weg über die Systemsteuerung (Start->Einstellungen->System->Speicher->Ausgeführte
Programme) ist da wenig hilfreich und einfach viel zu lang. Auf der anderen Seite kann auch nur über diesen
Weg zwischen laufenden Anwendungen hin- und hergeschaltet werden.
Abhilfe schafft hier unter anderen ein kleines Freeware-Tool von Scott Seligman: PocketNav.
PocketNav ist eine Anwendung, die leider keinen Installer hat, sondern direkt als unter CE ausführbares Programm
geliefert wird. Nach dem Start befindet sich in der Titelleiste aller Fenster ein kleiner Blitz, der nach Konfiguration
bei kurzem Klick mit dem Stift zum jeweils nächsten laufenden Programm wechselt, nach längerem Drücken
ein Menü mit allen laufenden Anwendungen auf den Bildschirm bringt, in die dann frei gewechselt werden kann.
Jede Anwendung kann aus diesem Menü heraus einzeln geschlossen werden, es können alle laufenden oder
alle bis auf die gerade im Vordergrund laufende Anwendung geschlossen werden.
So wird wertvoller Speicher freigegeben, der von anderen Programmen verwendet werden kann, dies kann die Performance
des Systems deutlich steigern!
Die Installation:
Wie oben schon geschrieben, PocketNav kommt nur als unter Windows CE ausführbare Datei und ohne Installer,
erfordert also manuellen Aufwand bei der Installation:
Downloaden Sie die Datei in ein beliebiges Verzeichnis auf der Festplatte des Pcs (z.B. c:\PNav).
Starten Sie den Windows-Explorer und wechseln Sie in das Verzeichnis. Markieren Sie dort die Datei und klicken
Sie in der Menüleiste auf "Bearbeiten->Kopieren".
Öffnen Sie ActiveSync und gehen Sie auf "Durchsuchen" in der Symbolleiste.
Wechseln Sie über "PocketPC-Arbeitsplatz" ins Verzeichnis WINDOWS\AUTOSTART.
Klicken Sie in der Menüleiste auf "Bearbeiten->Einfügen".
Die Datei sollte nun auf den iPAQ übertragen werden. Ist dieser Vorgang abgeschlossen, dann führen Sie
einen Reset des iPAQ aus. Da PocketNav im Autostart des iPAQ steht, wird das Programm bei jedem System-Neustart
(so z.B. einem Reset) automatisch ausgeführt.
Die Konfiguration:
Am einfachsten ist das Programm wie oben beschrieben zu bedienen: Ein kurzer Klick, um zwischen Programmen zu wechseln,
ein gedrückt halten des Symbols, um über das Menü Anwendungen beenden zu können. Dazu klicken
sie einmal kurz auf das Symbol von PocketNav, gehen dann auf "Optionen" und markieren dort "Tap
and Hold".
FAZIT: Warum für etwas bezahlen, was man auch kostenlos haben kann?
KSE Truefax
Ohne jetzt in die Diskussion "Muß man unterwegs Faxe senden können oder nicht" einzusteigen,
der iPAQ bietet mit dem entsprechenden Mobiltelefon (oder dem Nokia Cardphone) wenigstens die Möglichkeit
dazu. Und seien wir ehrlich: Wir iPAQ-Besitzer sind doch in den meisten Fällen tief in uns kleine Technik-Spielkinder,
die solche Möglichkeiten zwar vielleicht nicht unbedingt regelmäßig nutzen, aber doch nutzen KÖNNEN
wollen!
Bisher war das Programm mit dem größten Verbreitungsgrad Bfax Professional von Bsquare. Seit dieses
Programm nicht mehr unterstützt wird, sind bei vielen Anwendern Probleme beim Faxversand über Windows
CE 3.0, verschiedenen Mobiltelefonen und der Software aufgetreten.
Truefax von KSE Software bietet eine zwar nur auf das Senden eingeschränkte,
aber dabei sehr ordentliche Alternative. Ein Fax kann in kürzester Zeit mit Auswahl des Empfängers aus
den Kontakten, Deckblatt, Notiz und angehängter Datei erstellt werden, und dann entweder per Infrarot über
ein entsprechendes Handy oder durch ein internes Modem verschickt werden. Im Test zeigte sich das Programm sehr
stabil, kleinere Aussetzer im Empfang auf dem angewählten Faxgerät sind leider in den deutschen GSM-Netzen
unabänderlich und können nicht der Software angerechnet werden.
Was richtig begeistert, ist die Auswahl von Formaten, die als Dateianhang des Faxes unterstützt werden. Neben
den Notizen (*.PWI) und Pocket Word (*.PWD/*.PSW), Rich Text (*.RTF) und dem reinen Textformat (*.TXT) unterstützt
Truefax auch den Versand von Bitmaps (*.BMP) und Tagged Image Files-Dateien (*.TIF). Die Qualität bei der
Übermittlung der beiden Grafikformate ist faszinierend!
Die vermeintliche Einschränkung des reinen Faxversandes sollte nicht allzu schwer genommen werden,. Betrachtet
man es realistisch, so ist der Faxversand von unterwegs durchaus eine schöne Möglichkeit und bedarf keiner
weiteren Dienste des GSM-Netzbetreibers, der Faxempfang wiederum muß beim Netzbetreiber freigeschaltet werden
und resultiert in einer monatlichen Grundgebühr. (Ein Empfang über die normale Telefonie-Nummer ist im
Gegensatz zum Festnetz nicht möglich).
Für "Altanwender" von BFax sei noch gesagt, dass der Mischbetrieb mit BFax zum empfangen und Truefax
zum Senden problemlos funktioniert!
Die momentan vertriebene Lösung läuft nur auf Pocket- und PalmPCs, für Mitte April 2001 ist die
Version 2.0 angekündigt, die auf allen Systemen laufen soll.
PREIS: DM 69,-
FAZIT: Stabile und funktionale Lösung ohne Schnörkel.
Conversions in Hand
Häufig genug hat man den Bedarf, einfach mal schnell eine fremde Einheit oder Währung in eine andere
umrechnen zu können. Viele auf dem Markt verfügbare Programme bieten die Möglichkeit, die Einheiten
und Verhältnisse selbst zu speichern.
Burr Oak Software vertreibt die Software Conversions in Hand, die weit mehr als 200 verschiedene Umrechnung
aus Mechanik, Physik, Maßeinheiten, etc. durchführen kann. Dazu hat sie einen eingebauten Taschenrechner,
so daß man direkt mit den berechneten Werten rechnen kann.
Eine Funktion, die besonders genial ist: Bei der Volatilität der heutigen Märkte ist eine einmal gespeicherte
Währungsumrechnung in ein paar Tagen schon Schnee von gestern. CiH bietet die Möglichkeit, tagesaktuelle
Kurse entweder per Modem im iPAQ direkt ins System zu laden oder aber von der Site als TXT-Datei zu laden und auf
den iPAQ zu transferieren.
PREIS: USD 20,-
FAZIT: Keine Umrechnung zu schwer, keine Währung zu fremd....
Jimmy Software´s
Landscape für iPAQ
Haben Sie sich auch schon mal geärgert, daß der Bildschirm Ihres Pocket-PCs eigentlich genau falschrum
ist? Ein Monitor ist breiter als hoch, bei den PDA-Winzlingen ist dies genau anders herum. Gibt man Tabellen nicht
meist eher in der Breite als in der Länge ein? Eben! Die HP-Journada haben die Funktion, den Bildschirm um
90 Grad zu drehen, mittlerweile serienmäßig, für die Casio Cassiopeias gibt es schon länger
eine Lösung, iPAQ-Besitzer waren bisher ohne Alternative.
Jimmy Software, bisher hauptächlich als Entwickler sehr guter
und grafisch aufwändiger Spiele für Windows CE bekannt, haben sich nach dem Cassiopeia nun des iPAQs
angenommen, und das Produkt ist JS Landscape für iPAQ.
Einfach starten, gewünschtes Format wählen ("Landscape" für gedreht, "Portait"
für normal), und auf "Accept & Reset" gedrückt, und schon wird die Höhe zur Breite
oder umgekehrt.
Nicht alle Programme können im Landscape-Modus arbeiten, so sind vor allem die Spiele, die exzessiv durch
die darzustellenden Grafiken Einzelpunkte ansteuern, außen vor, aber für die Office-Anwendungen ist
diese Software genial.
Update 16.03.2001: Jimmy Software hat jetzt ein weiteres Feature in die Software integriert, das noch mal ein Sahnehäubchen
darstellt: Neben dem Drehen der Anzeige kann jetzt auch noch eine höhere Auslösung sowohl im Portrait-
als auch im Landscape-Modus eingestellt werden: neben der normalen Auflösung von 240*320 Pixeln kann jetzt
auch noch zwischen "Subpixel" (240*480) und "Hires" (360*480) gewählt werden.
Die Schrift wird in den beiden höheren Auslösungen zwar unschärfer, aber für das Surfen
im Netz oder die Bearbeitung von Excel-Tabellen (die Anwendungen, bei denen das kleine Display der PocketPCs das
größte Hindernis darstellt) ist dies nebensächlich. Noch ein Argument mehr, diese Software zu kaufen!
Im Moment wird beim Kauf sowohl der Download der "alten" Version ohne Hires erlaubt, als auch der Download
der Beta der neuen Version.
PREIS: USD 9,95
FAZIT: Geniale Nachrüstung einer Funktion, die eigentlich zum System gehören sollte.
Pocket Artist
Landware´s Pocket Artist
Denkt man sich die Anwendung des iPAQ mit einer digitalen Kamera, so stellt sich die Frage nach einem guten
Programm für die Bildbearbeitung. Der im Lieferumfang entahltene Picture Viewer läßt nichts anderes
zu als das reine Betrachten von Bildern, dies ist aber bei weitem nicht genug.
Viele Kameras haben wie die Canon Ixus digital einen CF-Slot, können ihre Daten also direkt über das
CF-Jacket dem iPAQ verfügbar machen, andere nutzen Memory Sticks (Sony) oder Smart Media-Karten, für
alle Medien gibt es Adapter auf PCMCIA und damit eine Schnittstelle zum iPAQ über das PCMCIA-Jacket.
Bleibt also die Frage nach der Software.
Ein Programm, was im Angebot der Bildbearbeitungsprogramme besonders hevorsticht, ist der Pocket Artist von Conduits Software.
Die Möglichkeiten der Bildbearbeitungen gehen über das übliche "Markieren und Beschneiden"
weit hinaus. Nach einigen bearbeiteten Bildern kam mir ein Programm auf dem PC als Vergleich immer wieder in den
Sinn: Corel Photo Paint. Bevor jetzt jemand die fehlenden Funktionen nachsieht und mir vorwirft: Natürlich
ist Pocket Artist eine eingeschränkte mobile Version, aber viele der Funktionen kommen stark bekannt vor.
So z.B. die für mich immer wieder faszinierende Funktion der Masken: Ein Rechteck oder einen Kreis als Bereich
eines Bildes auszuwählen, ist ja nun nichts besonderes mehr. Die Auswahl über ein Lasse (also frei wählbar)
zu machen, ist schon ein wenig komfortabler, aber selbst der Zauberstab (das Programm wählt anhand des ausgewählten
Bereichs das "Objekt", also den Bereich, der farblich scheinbar mit der angeklickten Position zusammenhängt,
aus. Und das in einer Trennschärfe, die faszinierend ist.
Verschiedene Pinselformen und -Stärken, Texteingabe, Füllungen und Drehen, Schärfen, Helligkeits-
und Kontrastanpassungen sind ebenfalls Funktionen, die jedes gute Bildbearbeitungsprogramm auf dem Desktop enthalten
sollte und die auch bei Pocket Artist nicht vergessen wurden.
Schön ist auch, daß das Programm beim Speichern der bearbeiteten Bilder sowohl das JPG-Format (was bei
den Digitalkameras Standard ist), als auch das auf dem PC verbreitete BMP-Format erlaubt.
Nebenbei: Wer sich gerne eine Fotogallerie seiner Lieben auf dem iPAQ anlegen möchte, der wird eine weitere
Funktion des Programms lieben lernen: Das Neuerstellen des Bildes in einer zu spezifizierenden Größe.
Nichts leichter, als das Bild in einer der Standardgrößen, die Digitalkameras produzieren (640*480,1024*768,1600*1200)
zu nehmen und in das Bildschirmformat des iPAQ (320*200) zu konvertieren und somit wertvollen Speicher zu sparen!
PREIS: USD 49,95
FAZIT: Komplexes, nicht ganz billiges Bildbearbeitungsprogramm der Oberklasse.
PrintPocketCE
FieldSoftware´s PrintPocketCE
Eine ganz große Schwäche von Windows Powered ist meineserachtens das Fehlen der Druckoption in vielen
Applikationen, allen voran der integrierten Pocket Office Suite von Microsoft. Natürlich ist der Gedanke richtig,
daß man zum Drucken einen Drucker braucht, von dem der PC und letzlich ActiveSync nicht weit sind. Außer
Acht gelassen sind bei dieser Betrachtungsweise allerdings die Drucker mit Infrarotschnittstelle (z.B. HP Laserjet
6P). Zahlreiche Tools füllen diese Lücke. Für mich das beste auf dem Markt ist PrintPocketCE von
Fieldsoftware Products, Demo/Kauf hier.
Es druckt sowohl die Standard-Notizen als auch Word-Dokumente, Standard-Textfiles und Rich Text Format (RTF), dies
aber in einer Qualität, von der andere Programme nur träumen können.
Die Liste der ansteuerbaren Drucken (ob nun über eine serielle Verbindung oder über Infrarot) ist schier
endlos, und selbst Farbdruck stellt PrintPocketCE vor keine Probleme.
Nachteil (und leider haben alle getesteten Druckprogramme irgendeinen Nachteil): Weder das Drucken von Bitmaps
wird unterstützt, noch das Drucken von Pocket-Excel-Tabellen. Bei letzteren kann man sich noch damit behelfen,
daß man die Zellen markiert, kopiert und in ein Word-Dokument pastet (MS gibt das Format der Excel-Tabellen
nicht an entwickler weiter), aber die Sache mit den Bildern ist schon schade... Wie auch immer, für den Ausdruck
von den wichtigsten Dingen reicht es, auch wenn der Preis von USD 39,95 ziemlich happig ist...
Ergänzung 08.04.2001: Mittlerweile gibt es PocketPixPrint
für den Ausdruck von Bildern.PrintPocketCE druckt mittlerweile auch eMails, das in einem Format, wie man es
von MS Outlook kennt.
PREIS: USD 39,95
FAZIT: Systemergänzung für Besitzer von Druckern mit Infrarotport. Nicht perfekt, aber gut.