Ein Anspruch, den The World of i hat, ist die absolute Unabhängigkeit.
Die hier präsentierten Tests beruhen auf keinerlei finanziellen Interessen,
sondern sind aus reiner Anwendersicht.
Das klassische Problem: Man ist unterwegs, muß schnell mal eben eine Mail schicken, aber hat nicht die
Zeit, mit den (doch zugegeben etwas umständlichen) internen Eingabemethoden des PDAs die Mail zu schreiben. Parascript LLC haben mit riteMail die Beta-Version eines "handwritten
mail services" auf den Markt gebracht: Mails können handgeschrieben werden und werden dann über
die internen Mailfunktionen des PDA versandt.
Der Empfänger kann dann entweder mit einem Browser oder Mailprogramm, das die Ausführung von Java-Scripts
zuläßt, oder weitergeleitet auf der Website von riteMail die Mail selbst (als Grafik) lesen. Durch die
vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten ein schneller und komfortabler Weg, wenn man nicht gerade die Zeit
hat, per Tastatur oder Transcriber eine Mail zu tippen.
Der Service kann entweder auf dem Desktop (über einen Java-enabled Browser) oder den Pocket PC genutzt werden.
Der Service soll später als Abonnement laufen, Preise sind bisher noch nicht klar.
CnetX Flash Format
Im Gegensatz zum vom PC bekannten Verfahren, bei dem Speicherkarten frei formatiert werden können, fehlt
diese Funktionalität bei den Pocket PCs im Lieferzustand vollends. In manchen Situationen ist dies nicht wirklich
zufriendenstellend, denn das Formatieren erfüllt mehr als nur die Funktion des Komplettlöschens. Wer
einmal eine SD-Karte so durcheinander bekommen hat, daß sie nicht mehr vernünftig lesbar und beschreibbar
ist, der wird schnell nach einem Tool verlangen, das diese Funktionalität hat.
Format Flash ist seit einiger Zeit das Tool, das die größte Funktionalität
besitzt. Die Version 2.30 bietet jetzt die komplette Unterstützung von SD- und MMC-Cards (neben der schon
gewohnten für CF-Cards). Neben den Daten der Karten wie Kapazität, freiem und belegtem Speicher, Anzahl
der Dateien und Verzeichnisse, den internen Daten (Köpfe, Cylinder, Dateisystem, Sektoren und Cluster, etc.)
und der reinen Formatierung sind es gerade die Kleinigkeiten, die das Programm so reizvoll machen.
So kann neben dem automatischen Anlegen des Ordners MY DOCUMENTS (der für alle eigenen Dateien verwendet wird
und ohne den der Media Player keine Musikdateien findet) auch der Support für Digitalkameras aktiviert werden.
Viele Digicams akzeptieren eine Karte nicht, wenn der Ordner DCIM (für Digital Camera IMages) nicht existiert
und fordern eine Formatierung in der Kamera, die wiederum alle Daten löscht.
Nebenher wird eine Art Scandisk als Funktion angeboten, also die Überprüfung und ggf. Reparatur der Speicherkarte.
Wer Speicherkarten für bestimmte Zwecke verwendet (z.B. rein als speicher für MP3s oder für Karten
des Navigationssystems), der wird sich über die Integration der Autostart-Funktion freuen. Es kann eine anwendung
festgelegt werden , die jedesmal gestartet wird, wenn die Karte eingelegt wird, so z.B. der MediaPlayer bei MP3s.
Alles in allem beinhaltet Format Flash alles, was rund um Speicherkarten an Software benötigt wird.
Storage Tools
Wer mit Speicherkarten arbeitet, der wünscht sich auf dem PDA eine ähnliche Qualität der Verwaltungsanwendungen
wie auf dem PC. Gerade die Formatierung ist wichtig, wenn ein Schreibvorgang z.B. auf eine SD-Karte unterbrochen
wurde und die Karte nicht mehreinwandfrei lesbar ist. Ebenso ist es möglich, daß Fehler auf einer Speicherkarte
entstehen, die prinzipiell reparabel wären, hätte man nur das Tool dafür. Softwinters Storage Tools bieten all
diese Möglichkeiten in einer Freeware! Dazu zählen die Formatierung der Karte, die Verifizierung und
Reparatur von Fehlern, die Möglichkeit, die Dateizuordnungstabelle (FAT) als Backup vorzuhalten (die meisten
Fehler sind darauf zurückzuführen, daß die FAT defekt ist und das Betriebssystem nicht mehr zuordnen
kann, welche Datei wo steht).
Was aber die Storage Tools von der Konkurrenz abhebt, ist die Möglichkeit der Defragmentierung. Schreibt
man Daten auf eine Karte und löscht dann wieder Dateien, schreibt erneut Daten auf die Karte, etc., dann entstehen
irgendwann Lücken im Datenträger, also kleine freie Stellen. Diese werden dann bei erneutem Beschreiben
gefüllt, sind aber meist zu klein, um eine ganze Datei aufzunehmen. Dadurch werden Dateien in "Häppchen"
gespeichert, was die Performance signifikant senkt. Die Reorganisation des Datenträgers, bei der alle Dateien
neu und sequentiell geschrieben werden, nennt man Defragmentierung. Storage Tools is t momentan das einzige Tool,
das diese Funktionalität bietet, allerdings nicht in der kostenlosen, sondern nur in der kostenpflichtigen
Pro-Version.
Im Vergleich zu Format Flash fehlt einzig die Funktionalität der automatischen Anlage von Verzeichnissen und
der Autostart-Funktion.
SOTI/Nyditot Virtual Desktop
Controller
Nachdem nun Handheld Handler auf den Markt gekommen ist, fällt es schwer, etwas über
den Unterschied der beiden Programm zu sagen. Am Anfang war in jedem Fall die Kombination der beiden Einzelprodukte
Nyditot Virtual Display und SOTI Pocket Controller. Ersteres
für die Einstellung höherer Auflösungen auf dem Display des Pocket PCs, freies Drehen des Displays,
etc., das zweite für die Bedienung des Pocket PCs über den Desktop PC entweder durch die ActiveSync-Verbindung
oder über eine TCP/IP-Verbindung.
Nun ja, und dann kam die Ankündigung von Snowshoetech, man würde
ein kombiniertes Programm für beide Zwecke auf den Markt bringen. Prinzipiell ist nichts dagegen einzuwenden,
nur genauere Betrachtung ergab eines: Handheldhandler ist in vielen Punkten eine 1:1-Kopie der beiden andern Programme,
bis hin zu Symbolen für die Querformate, die pixelgenau denen von Nyditot entsprechen.Die Abbildung unten
stammt übrigens aus der aktuellen Version, die so modifiziert wurde, daß beide Produklte sich wieder
entscheiden. Dem geneigten Leser sei nur unser "Bilderrätsel" ans Herz gelegt,
daß VDC und HH zum Stand der "Gleichheit" zeigt. Entscheidet selbst...
Nach intensiven Tests beider Systeme fällt folgendes auf:
VDC ist in jedem Fall in der Desktop-Komponente vonb der Geschwindigkeit her überlegen. Verbunden über
die serielle Schnittstelle ist die Performance nicht wirklich zufriedenstellend, über USB und besonders über
TCP/IP allerdings kommt man schon nah an eine 1:1-Reaktion des virtuellen PDAs heran.
Von den Features her ist VDC in jedem Fall überlegen: eine DOS-Box, mit der man zwischen Laufwerken und
PDA kopieren kann, die Möglichkeit, den virtuellen Bildschirm auf dem Desktop zu drehen, ein Explorer, der
Pocker Manager, der es ermöglicht, Prozesse auf dem PDA zu beenden, die Möglichkeit, zwischen der Zwischenablage
des PDAs und der Zwischenablage des PC Daten hin- und herzukopieren, etc. In der kommenden Version hat man dann
noch Unterstützung mehrere PDAs gleichzeitig (über TCP/IP), etc.
Geht man dem Preis nach, dann muß die Entscheidung Handheld Handler, denn der ist USD 5,- günstiger.
Geht es um Moral und Anstand, dann sind diese USD 5,- ein geringer Aufpreis. Und für diese USD 5,- mehr bekommt
man für USD 50,- mehr Funktionalität!
FAZIT: Absolut unverzichtbares Tool, um die Arbeit mit PDA und PC zu organisieren.
Snowshoetech Handheld Handler
Snowshoetech haben mit HandheldHandler ein Produkt auf den Markt
gebracht, das die Funktionen von Pocket Controller und Nyditot
Virtual Display in einem Programm vereinigt. Die Desktop-Komponente stellt eine Verbindung zum PDA her, der
dann auf dem PC-Bildschirm zu sehen ist. Was immer man mit der Maus auf dem virtuellen PDA macht, wird als Stift-Klick
auf den PDA übertragen. Die Applikation reagiert dabei allerdings relativ langsam, von einem Echtzeit-Mirroring
kann nicht die Rede sein.
Auf dem PDA kann man dann eine Komponente starten, die verschiedene Auflösungen und Orientierungen des
PDA-Displays einstellen kann. Nützlich, wenn man im Internet surft oder sich einen Überblick über
eine große Excel-Tabelle verschaffen möchte, wo es nicht so sehr auf detailliertes Lesen des Inhalts
ankommt.
In diesem Zusammenhang empfehle ich auch die Lektüre unseres Bilderrätsels.
PREIS: USD 34,95
FAZIT: Kombination aus Display Manager für den PC und Display Manager für den PDA.
PocketConcepts MeetingMute
Ein liebes Problem in jeder Sitzung. Hat man einen weiteren Termin, und wenn es nur die Erinnerung and die Einkäufe
am Abend ist, die Erinnerungen kommen immer genau in einer Sitzung, und genau zu dem Moment, an dem es sonst mucksmäuschenstill
ist. Wer dann mit hochrotem Kopf seinen PDA ausschaltet, der hat schon verloren.
Dazu muß es aber auch gar nicht kommen: PocketConcepts
hat mit MeetingMute ein Tool auf den Markt gebracht, das frei konfigurierbar den Ton des PDA abschaltet. Sei es
nun genau für ein Meeting, daß in den Outlook-Kontakten steht, für eine bestimmte Zeit oder einfach
bis zum nächsten Einschalten. Einfach, bequem, und alleine schon für die Vermeidung von Schrecksekiunden
in Meetings absolut empfehlenswert!
FAZIT: Absolut unverzichtbar für die Arbeit mit PC-Dokumenten unterwegs!
WESTEK ClearVue
Kennen Sie die Situation? Da sind Sie unterwegs, müssen dringend ein Dokument aus dem
Büro zur Verfügung haben, und dann das: man schickt Ihnen das Dokument als Anhang einer eMail, die Sie
zwar empfangen können, aber... Dokumente, die vom PC kommen, sind nun mal leider im PC-Format, und damit wertlos
auf dem Pocket PC. WestTek´s ClearVue räumt genau damit auf. In verschiedenen Varianten biett es Viewer für Word-,
Excel- und PowerPoint Dokumente der Office-Versionen 98, 2000 und XP (ClearVue Office) bzw. zusätzlich noch
einen Image Viewer (ClearVue Suite).
Und so unvorstellbar das auch ist, es funktioniert perfekt. Eine Office 2000-Word-Datei,
die auf dem PC auch durch kleine Grafiken erstellt wurde, kann ohne Probleme auf dem Pocket PC gelesen werden ,
formatierungen, Grafiken, etc. bleiben erhalten:
Ebenso funktioniert dies mit Excel-Tabellen, bei PowerPoint-Präsentationen wird durch
eine spezielle Hires-Textauflösung selbst kleinster Text lesbar.Wer unterwegs auf Dokumente zugreifen muss,
der sollte keinesfalls auf die Suite verzichten!
Wer dann auch noch mit einer Digitalkamera arbeitet, der sollte gleich auch noch den ClearVue Image Viewer mitnehmen.
Die meisten Programme haben derbe Probleme mit der Darstellung einer Slideshow mit Bildern, die mit einer Auflösung
von 3,3 MegaPixeln aufgenommen wurden (Standard bei den meisten Digitalkameras). Nicht so ClearVue Image. Die Bilder
werden geladen, können dann mit wunderschönen Übergängen als Slidershow dargestellt werden:
PREIS: USD 34,95 für das ClearVue Office (Word, Excel, Powerpoint), USD 44,95 für die ClearVue Suite (Word, Excel, Powerpoint, Image)
FAZIT: Absolut unverzichtbar für die Arbeit mit PC-Dokumenten unterwegs!
SOTI POCKET CONTROLLER
Den PDA über den PC fernbedienen zu können, ist eine Anwendung, die mittlerweile einige Programme abdecken.
Man kann sich also die Frage stellen, warum noch ein Programm auf den Markt kommen mußte, was dies tut. Nach
einem ausführlichen Test von Pocket Controller aus dem Hause Soft
Objects Technologies ist die Antwort einfach: Weil es besser als die anderen ist. Nach Installation der Software
(und Soft-Reset des iPAQ) kann die Verbindung wahlweise über eine bestehende ActiveSync-Verbindung eingeleitet
werden (mit konfigurierbarem Autostart) oder aber (und das ist für die Netzwerk-Freaks genial) per TCP/IP.
Somit hat man den PDA-Bildschirm auf dem PC-Bildschirm und kann munter mit der Maus bedienen und über die
deutsche Tastatur Daten eingeben. Akzeptiert, man kann sich immer noch fragen, was denn daran soooo neu ist. Zum
einen ist bei den anderen Programmen eine Vergrößerung der Anzeige auf dem PC-Monitor immer mit einer
deutlichen Verschlechterung der Qualität verbunden, Pocket Commander schafft es, in vielen Zoom-Stufen eine
sehr gute Bildqualität beizubehalten. Ein deutscher Tastaturtreiber (plus andere Sprach-Versionen) ist normalerweise
auch Mangelware, und ein Feature des Pocket Commander Professional, der Pocket Manager, ist schlichtweg "revolutionär":
Zum einen bietet der Pocket Manager eine komplette Systemübersicht über den iPAQ, zum anderen enthält
er mit der DOS-Box einen Zugriff auf den Hauptspeicher des iPAQ über ein normales DOS-Prompt (Laufwerk 1:),
inkl. dem Zugriff auf die Laufwerke des PCs und Kopiermöglichkeit (z.B. COPY 1:*.* c:\backup).
Käufer der hier beschriebenen Professional Version haben ein Jahr Service und Updates frei, und meiner Erfahrung
nach kann ich nur sagen, daß die Reaktion auf Anregungen ungemein schnell geschieht.
Die Standard-Version hat alle Funktionen außer der internationalen Tastaturtreiber, dem Pocket Manager, dem
Service. Weitere zusätzliche Funktionen werden nach Angaben des Entwicklers ausschließlich für
die Professional Version implementiert.
FAZIT: Wer nicht das Geld für eine VGA ausgeben möchte, der ist hier optimal bedient!
TomTom CityMaps
Die Anwendung eines PDAs mit einem GPS war lange Zeit den iPAQs vorbehalten (es sei denn, man wollte mit Kabelgewirr
ein Hand-GPS anschließen), weil die GPS-Karten einen PC-Slot erforderten. Mit der Verbreitung der CF-Karten
können auch andere PDAs diese Anwendung nutzen (z.B. Pretec
CompacGPS oder das HAICOM-GPS).
Die ganze Anwendung steht und fällt dann natürlich mit dem entsprechenden Kartenmaterial und der entsprechenden
Anwendung. Falk hat mit dem Reiseplaner Pocket den ersten Schritt in diese Richtung getan,
allerdings auch (nur teilweise berechtigt) einiges an Prügel bezogen, was die Kartenqualität und Handhabung
anging.
Der nächste Schritt ist jetzt vom niederländischen Hersteller TomTom (ehemals Palmtop B.V.) gemacht worden, hier der
ausführliche Test.
PREIS: GBP 39,95 (ca. EUR 62,-)
FAZIT: Mit Abstand das beste Programm für innerstädtische Routenplanung mit und ohne GPS!
Remote Control for Pocket
PC
Der Fernzugriff auf PCs im Netzwerk ist spätestens seit der hohen Verbreitung von VNC ein Kinderspiel.
Auch wenn eine mobile Variante von VNC existiert, so ist diese in den meisten Fällen kaum konfigurierbar und
führt (zumindest auf einem iPAQ) immer wieder zu Abstürzen.
Mit Pocket PC Remote Control hat das italienische Softwarehaus BitWeen S.R.L. (in Kooperation mit Kalpadrum Infotech Pvt. Ltd.) eine stabile und anwenderfreundliche
Lösung auf den Markt gebracht, die aus zwei Komponenten besteht:
Die Serverkomponente wird auf dem Desktop-PC installiert und wartet auf eine TCP/IP-Verbindung. Die zugelassenen
mobilen Geräte werden in der Desktop-Variante definiert und mit einem Paßwort versehen.
Die auf dem PDA installierte Client-Komponente baut dann über die IP-Adresse des Servers (und TCP/IP) die
Verbindung auf, authentifiziert sich anhand des Namens und des auf dem Desktop gespeicherten Paßwort.
Mit frei zu vergebendem Zoom-Faktor zwischen 60 und 100 Prozent und einer Refresh-Rate zwischen 5 und 60 Sekunden
kann das komplette Desktop des Desktop-PCs dargestellt werden (und per Scrollbalken abgedeckt werden).
Schön ist die Funktionalität, das komplette Desktop darzustellen, was dann zwar unleserlich klein
ist, aber die Auswahl z.B. einer Schaltfläche, die dann bedient werden soll, vereinfacht.
Der Stift auf dem PDA-Display hat auf dem Bildschirm des Desktops die Funktion der Maus, damit können Programme
gestartet, Schaltflächen bedient werden, etc.
Das Programm ist mit USD 49,95 zwar nicht günstig, von der Funktionalität her aber eine sinnvolle und
praktische Ergänzung besonders im Wireless-LAN-Bereich.