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Videoüberwachung und Eingriff in die Privatsphäre oder Multimediaspielerei, es scheiden sich die Geister:
Netzwerkkameras, die im Gegensatz zu einfachen Webcams auch von außen aus dem Internet erreichbar sind, gibt
es mittlerweile wie Sand am Meer. Welche Anwendung man auch immer dafür hat, eines war bisher nicht möglich:
Einen Pocket PC oder ein Smartphone über seine diversen Verbindungsmöglichkeiten (GPRS, UMTS, WLAN) zu
benutzen, um direkt auf den Stream zuzugreifen. Der Hintergrund dazu ein rein technischer: Die Kameras haben zwar
einen Webserver, der den Zugriff auf den Stream und die Konfiguration zulässt, aber der Aufbau der Übergabeseiten
ist von Kamera zu Kamera unterschiedlich und damit nicht so einfach abgreifbar. IVI haben sich jetzt mit dem ViewCommander-Mobile ganz gezielt an dieses Thema gemacht und
eine Applikation entwickelt, die komfortabel und effektiv Zugriff auf eine Auswahl von Webcams erlaubt.

Ich hatte mir im Vorfeld eine Sony SNC-M3W und eine SNC-M3 (WLAN und reines LAN-Modell mit Tilt, also der Fernsteuerbarkeit)
zugelegt, schon in der Auswahl allerdings berücksichtigt, dass diese Kameras unterstützt werden.
Die Installation ist denkbar einfach: Software aufspielen, Kameramodell auswählen, Adresse und Port angeben,
Namen vergeben, fertig. Durch die spezifische Unterstützung einzelner Modelle werden auch deren Eigenheiten
berücksichtigt, im Testsetup wurde zum Beispiel ein Regler für den Zoom, ein Steuerkreuz für die
Pan/Tilt Control (Neigen und Schwenken der Kamera) und die Möglichkeit des Abrufs der in der Kamera gespeicherten
Presets (Ausrichtung der Kamera) eingeblendet.
Wahlweise können das Live-Bild und die Regler, das Live-Bild im Fullscreen-Modus oder das Live-Bild rotiert
angezeigt werden, so lässt sich mit einem Klick in der Symbolleiste die optimale Sichtweise für PDA und
Bildschirmorientierung festlegen.
Während der Testphase habe ich intensiv mit IVI kommuniziert, und so konnten einige Verbesserungen untergebracht
werden: u.a. wird auch der MDA Pro/HTC Universal, der mit seinem dauernd rotierenden Display einen Sonderfall darstellt,
jetzt optimal unterstützt, und die letzten Einstellungen (Preset und Ansicht) werden gespeichert und beim
erneuten Programmaufruf wieder voreingestellt.

In der Software können bis zu 10 verschiedenen Kameras vorkonfiguriert werden, und durch zwei Klicks kann
zwischen diesen im laufenden Betrieb hin- und hergewechselt werden.
Sowohl mit einem MDA Pro (per WLAN, UMTS und GPRS) als auch einem XDA Neo (GPRS und UMTS) ist das Bedienen
der Kameras vollkommen unproblematisch. Man darf nun nicht von einem bewegten, ruckelfreien Bild ausgehen, unabhängig
von der Einstellung der Kamera und der Verbindungsart werden zwischen 0.2 und 0.4 FPS angezeigt, umgesetzt kommt
also alle 2 bis 5 Sekunden ein neues Bild. Wichtig dabei: Die Kamera sendet natürlich entsprechend ihrer internen
Einstellung, in sofern ist die transferierte Datenmenge entsprechend hoch, was bei einem Volumenvertrag für
GPRS/UMTS ein Faktor ist.
Per WLAN-Verbindung waren die Kameras vollständig bedienbar, bei einer Verbindung von außen spannender
weise war das Bild bei einer normalen GPRS/UMTS-Verbindung da, Sonderfunktionen wie die Steuerung der Kamera erforderten
eine VPN-Verbindung ins heimische Netz.
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