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Der erste Eindruck:
Wow! Auch wenn ich den iPAQ 3870 schon auf der Systems in der Hand hatte, ist der visuelle Eindruck doch überwältigend.
Compaq hat es geschafft, trotz der Beibehaltung der groben Linie das Design zu liften, so daß man trotzdem
der Meinung ist, ein neues Gerät in den Händen zu halten.
Was dann sofort ins Auge fällt, ist das deutlich verbesserte Display. Alles in allem ist es deutlich kräftiger,
heller und schärfer, was nicht nur an den 65K-Farben liegt. Unterstützt wird dies natürlich auch
durch das deutlich farbigere Auftreten von PocketPC 2002, das vom Aussehen her ein wenig an Windows XP erinnert.
Und was viele iPAQ-User der ersten Stunde freuen wird: Kein bißchen Staub!
Wer sich an der wackeligen Stifthalterung des iPAQ 36xx gestört hat, der wird sich darüber freuen, daß
auch diese überarbeitet wurde. Allerdings bedeutet dies auch, daß die ganzen Zusatzstifte (wie z.B.
der PDAPanache-Stift) natürlich nicht mehr in den iPAQ passen.
Schon lange diskutiert, aber der Vollständigkeit halber erneut erwähnt: Der iPAQ 38xx hat keinen separaten
Netzteilanschluß mehr, und der serielle Anschluß (Verbindung zwischen iPAQ und Docking-Station) wurde
ebenfalls verändert, was unter anderem bedeutet, daß man das iPAQ-spezifische Zubehör für
diese Schnittstelle nicht mehr verwenden kann. Firmen wie PDAMotion arbeiten allerdings schon an Adaptern.

Unterschiede zur 36xx-Serie:
Die beiliegende Dockingstation ist dual, d.h. sowohl für die serielle als auch für die USB-Schnittstelle
geeignet (eine Kabelpeitsche enthält beide Stecker). Das Netzteil kann über ein beiliegendes Adapter
auch direkt an den seriellen Post angeschlossen werden.
Ganz wichtiger neuer Faktor: Ein integrierter MM/SD-Slot. Damit ist einer der Haupt-Kritikpunkte am iPAQ entkräftet:
Die fehlende Erweiterbarkeit. Da die bisher auf dem Markt befindlichen Jackets auch mit den neuen iPAQs funktionieren,
kann man sowohl MM/SD als auch CF- oder PCMCIA-Speicherkarten verwenden bzw. hat trotz der Nutzung einer Speicherkarte
noch das Jacket zur Verfügung (z.B. für GPS, WLAN, etc.). Auch wenn die Entscheidung für MM/SD und
gegen CF für einige Kritik gesorgt hat, meiner Meinung nach ist sie richtig: So wie Smart Media langsam vom
Markt verschwunden ist, wird CF einen ähnlichen Weg beschreiten, zumal mehrere Hersteller schon angekündigt
haben, in 2002 SD-Karten bis zu 4GB Kapazität anzubieten.
Statt des "Basic Style Pack" (des Leerjackets) hat man der 38xx-Serie eine Hülle mit Deckel zum
Schutz des Displays spendiert, nicht schön, aber praktisch. Für den Übergang kann man in jedem Fall
auch die für die 36xx-Serie auf dem Markt befindlichen Taschen verwenden, teilweise sind nur einige Buttons
verdeckt, etc. Alle großen Hersteller haben schon Taschen für die 38xx-Serie in der Produktion.
Intelligent gelöst: Da Pocket PC 2002 nur 24MB der 32MB Flash-Rom ausnutzt, stellt das System eine "Speicherkarte"
namens "iPAQ File Store" zur Verfügung. Diese ist 8MB groß und hat den unschätzbaren
Vorteil, daß sie auch bei einem Reset nicht gelöscht wird. Dafür gibt es dann in den Einstellungen
ein Programm "Permanent PIM", daß ermöglicht, Termine und/oder Adressen in diesen permanenten
Speicher zu übertragen und damit vor jedem Hard-Reset zu schützen.
Ansonsten fallen immer mehr Kleinigkeiten während der täglichen Arbeit auf, die hier Schritt für
Schritt und Stück für Stück aktualisiert werden.
Statt des Q-Menüs hat man den Posteingang auf eine Hardwaretaste gelegt.
Die Pocket PC 2002-Programme (inkl. Word und Excel) lassen sich nun auch schließen und müssen nicht
durch einen zusätzlichen Task-Manager geschlossen werden, um Programspeicher frei zu bekommen.
Apropos Task Manager: Auch dieser ist jetzt endlich ins Betriebssystem integriert und liegt auf der rechten Hardwaretaste.
Nutzer, die den iPAQ als MP3-Player nutzen, werden sich freuen, daß unter den Einstellungen->Compaq Audio
endlich ein kleiner Equalizer mit Baß- und Höhenanhebung für den Kopfhörerbetrieb implementiert
wurde, der zu einer deutlichen Klangverbesserung führt.
Die Konfiguration von Wählverbindungen ist vollkommen geändert worden und läßt jetzt die Konfiguration
getrennt nach den einzelnen definierten Orten (Büro, Zuhause, etc.) zu.
Dieses Verfahren hat vor allem für diejenigen Vorteile, die den iPAQ im Netz verwenden. Ist eine Netzwerkkarte
einmal eingerichtet, dann sucht sich der iPAQ automatisch den Proxy-Server und legt den Zugang bei Netzwerkverbindung
automatisch auf diesen. Früher mußte man immer wieder manuell eingreifen (über Wählverbindung:
Proxy deaktivieren, über Netz: Proxy aktivieren).
Activesync läuft jetzt auch auf dem iPAQ, d.h. man kann mit einer Oberfläche wie auf dem PC alle möglichen
Einstelleungen (wie z.B. automatische Synchonisierung) vornehmen.
Der Explorer enthält jetzt endlich ein eigenes Symbol für die Speicherkarte. Tippt man dann nochmal darauf,
dann wechselt die Ansicht automatisch auf die nächste Speicherkarte (soweit vorhanden). Man spart sich also
den Umweg über "Mein Gerät->Speicherkarte".
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